Jeden Tag steht frisch gekochtes Essen auf dem Tisch der Kindertagestätte Lutki in Trebendorf. Auf den Tisch muss auch alles, was den Haushalt der Gemeinde Trebendorf betrifft. Dieser Zusammenhang wird jüngst schnell hergestellt. Der Gemeinderat muss über die neuen Preise entscheiden, weil es bei der Finanzlage des Dorfes eng wird. Einige tun sich schwer damit. Wie zum Beispiel Gemeinderat Carsten Heinze (WV Wir für Trebendorf). Er setzt das einzusparende Geld – rund 4000 Euro – ins Verhältnis zum Beitrag, den die Kommune für ihre Kita einsetzt. Das sind rund 100 000 Euro Zuschuss. Da müsste doch der Freistaat ansetzen und Kommunen wie Trebendorf unter die Arme greifen, weil sie viel für ihre Kinder tut.

Kämmerin Carmen Petrick hält entgegen, dass die Gesetze nun mal so sind, wie sie sind und es in dem Fall um das frische Essen für die Kinder gehe. An dem wolle man festhalten.

Künftig werden pro Essensportion 2,40 Euro fällig. Bisher waren es 2,30 Euro. Für die Hortkinder kostet das Essen ab dem 1. Januar 2020 2,90 Euro. Bisher sind es 2,60 Euro. Die entsprechende Kalkulation sowie die Preise selbst sind bei Gegenstimmen und Enthaltungen mehrheitlich beschlossen worden.

Bei der Preiserhöhung haben sich die Trebendorfer am Caterer orientiert, der kocht, wenn der Kita-Koch im Urlaub ist. Dieser Vertretungspreis werde auch von den Eltern akzeptiert, hieß es.

Trotz Preiserhöhung stützt die Gemeinde das Essen weiterhin. Künftig wird die Kostendeckung bei 82 Prozent liegen.