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| 17:27 Uhr

Dorffest
Hausgemachtes kommt bestens an

 Bei der Bastelstraße am Dorfgemeinschaftshaus in Rietschen-Werda sind Ute Witschaß und Alexandra Jeschke (hinten stehend) den Kindern behilflich.
Bei der Bastelstraße am Dorfgemeinschaftshaus in Rietschen-Werda sind Ute Witschaß und Alexandra Jeschke (hinten stehend) den Kindern behilflich. FOTO: Arlt Martina
Rietschen-Werda.. Beim Werdaer Kinder- und Straßenfest feiern große und kleine Gäste gemeinsam. Von Martina Arlt

Drei Tage lang haben die 180 Einwohner aus Rietschens Ortsteil Werda mit ihren Gästen das 31. Kinder- und Straßenfest gefeiert. Dort können jedes Jahr mehr als 300 Besucher begrüßt werden. Für nicht Ortskundige war es diesmal aufgrund von Straßenbaumaßnahmen nicht ganz einfach, den Ortsteil Werda zu erreichen. Doch mit einem kleinen Umweg wurde das Festgelände gefunden. Am Dorfgemeinschaftshaus feierten Groß und Klein ihr traditionelles Fest. Besonders für die Kinder stehen dann viele Highlights zur Auswahl. Die Organisation hatte auch diesmal der Dorfclub unter Leitung von Gerhard Backemeier inne. Die 28 Vereinsmitglieder sind stets bemüht, ihren Heimatort mit gemeinschaftlichen Aktivitäten zu beleben.

Am Wochenende erlebten die Kinder nun mit großer Spannung das Puppentheater Rabatz mit dem Märchen „Rotkäppchen“ und auch an der Bastelstraße war jede Menge los. Das Kinderpreisangeln am „Neuen Mühlteich“ kommt immer wieder gut an, wenn man einen Karpfen oder eine Schleie am Haken hat. Der Stelzenmann Roger modellierte Luftballons und Uli Teichert unterhielt die „Feiergemeinde“ mit seinem Leierkasten am Festzelt. Einzigartig für Werda ist, wenn die Laiendarsteller aus dem Ort einen bunten Strauß unterschiedlichster Musikrichtungen im Festzelt präsentieren. Das „Hausgemachte von Werda“ ist dann jedes Jahr zum Fest bereits am Freitag- und Samstagabend zu erleben, was Monate vorher im stillen Kämmerlein einstudiert wurde. „Nach dem Fest ist vor dem Fest, wie man so schön sagt. Denn schon Ende Februar machen sich unsere Einwohner Gedanken, welche kulturellen Einlagen sie einstudieren könnten. Das sind Parodien, ist Playback oder sind Sketche, die bei den Besuchern bestens ankommen. Es ist keine Perfektion, aber das erwartet auch niemand, es sind eben Laiendarsteller“, so Gerhard Backemeier.

Am Sonntag gab es in Werda kaum Langschläfer, denn die Reichwalder Blasmusikanten bestiegen den Umzugswagen von Werda. Das bedeutet, dass sie mit einem Traktor durch das Dorf gefahren werden und die Einwohner vor der Haustür mit einem Ständchen wecken. Anschließend spielten sie dann zum Frühschoppen auf. Das geplante Höhenfeuerwerk musste leider aufgrund der hohen Waldbrandwarnstufe ausfallen. „Zum Glück haben wir Unterstützer aus dem Gewerbe- und Handwerkerbereich, die so ein Fest mit ermöglichen. Wie es nächstes Jahr mit unserem Fest werden wird, müssen wir abwarten. Denn aufgrund des Straßenbaus kann es sein, dass dann unser Festgelände nicht erreichbar ist. Das müssen wir erst sehen, wie es mit der Baustelle vorangeht. Auf den Straßenbau haben wir lange gewartet. Sollte es dann zu diesem gewohnten Zeitpunkt kein Fest geben können, wird ganz sicher ein alternatives Fest 2020 in Werda ausgerichtet“, sagt der Vereinsvorsitzende Gerhard Backemeier.

 Bei der Bastelstraße am Dorfgemeinschaftshaus in Rietschen-Werda sind Ute Witschaß und Alexandra Jeschke (hinten stehend) den Kindern behilflich.
Bei der Bastelstraße am Dorfgemeinschaftshaus in Rietschen-Werda sind Ute Witschaß und Alexandra Jeschke (hinten stehend) den Kindern behilflich. FOTO: Arlt Martina