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Haupt- und Nebenwege

Dagmar Nolte.
Dagmar Nolte. FOTO: privat
Görlitz. Die seit 1997 in Görlitz lebende Künstlerin Dagmar Nolte präsentiert derzeit Öl- und Acrylbilder in der Magistrale im Städtischen Klinikum Görlitz. Sie zeigen sowohl Landschaften aus der Oberlausitz als auch ungegenständliche und abstrakte Motive. red/br

Der Titel der Ausstellung "Haupt- und Nebenwege" spiegelt auch das Leben von Dagmar Nolte. In Gelsenkirchen geboren, studierte sie von 1981 bis 1986 Kunst, Germanistik und Philosophie. Sie wurde 1986 Hochschulpreisträgerin der Universität-GH (Folkwang) in Essen und zwei Jahre später Stipendiatin der Stadt Gelsenkirchen für Bildende Kunst.

Im Ruhrgebiet präsentierte sie in etlichen Ausstellungen ihre Arbeiten, inspiriert von Studienreisen nach Frankreich, Italien, Israel, Norwegen, Schweden und Spanien bis zu dem Moment, als sie sich auf ihre familiären Wurzeln besinnt. Sie folgte einer Einladung nach Görlitz und lebte und arbeitete im Künstlerhaus Leschwitz, einem Gebäude, das direkt an der Neiße gelegen ist. Zunächst plante sie dort einen Aufenthalt von vier Monaten. Immer wieder verlängerte sie jedoch ihre Aufenthaltszeit. Die Landschaft der Oberlausitz hat sie in ihren Bann gezogen. Sie entschied, in Görlitz zu bleiben und gründete in der Goethestraße 4 die Malschule Nunu. Hier unterrichtete Dagmar Nolte Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Es blieb aber auch Zeit und Muße, um in der Stille selbst kreativ tätig zu sein und eigene Bilder zu malen. Für ihre künstlerischen Arbeiten wählt Dagmar Nolte gern einen Standort mitten in der Natur. Im Atelier gestaltet sie ihre Arbeiten bis zum letzten Pinselstrich. Es entstehen gegenständliche und ungegenständliche Arbeiten.

Seit 2010 lebt Dagmar Nolte in Jauernick und gründete 2011 die Kunstscheune. Die Malschule Nunu, der Malgarten und der private Wohnsitz sind hier zusammengeführt. Ein Ateliercafé und Teestübchen sind geplant. Die Malerin ist auf ihrem Hauptweg angekommen, neue Bilder entstehen. Einige davon sind jetzt ausgestellt.