Ohorn startete mit der Empfehlung eines Auswärtssieges bei TuS Löbau am letzten Spieltag. An gleicher Stelle waren die Mannen um Trainer Reiner Herack mit einer 15:25-Niederlage vom Parkett geschlichen.
Im Gegensatz zur Vorwoche ließen sich die Rietschener dieses Mal nicht in der Anfangsphase vorführen. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Match, welches durch stabile Abwehrreihen geprägt war. Den ersten Treffer ihrerseits erzielten die Gastgeber nach mehr als fünf Minuten - doch der reichte, um das 1:1 zu markieren. Bis zum 6:6 ging es im Gleichschritt. Danach profitierten die Rietschener etwas vom Wurfpech der Gastgeber. Mit 4 Toren in Folge konnte die Rietschener Reserve auf 10:6 davon ziehen. Mit einer 11:8 - Führung der Gäste wurden die Seiten gewechselt. Eine Vorentscheidung war zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht gefallen. Rietschen II schaffte es fast bis zur 45. Minute, den sicheren 3 bis 4 - Torevorsprung zu verwalten bzw. zu behaupten. Beim 15:17 aus Sicht der Gastgeber läuteten allerdings die ersten Alarmglocken. Mit einigen gelungenen Einzelaktionen konnte aber der alte Vorsprung wieder hergestellt werden. Fast schien es so (52. Minute, Rietschen II führte mit 23:18), als wären die nächsten beiden Pluspunkte nur noch eine kleinere Formalie. Doch weit gefehlt. Der wacker kämpfende Aufsteiger bekam plötzlich die „zweite Luft“ und brachte die Gäste noch einmal in Bedrängnis. In der 57. Minute, beim Stand von 23:21 für Rietschen II war der Ausgang erneut völlig offen. Zum Glück konnten die Gastgeber ihre durchaus vorhandenen Chancen nicht resolut nutzen. Rietschen II zitterte sich über die Zeit, überstand auch die Manndeckung in der letzten Minute unbeschadet. Mit dem dritten Sieg in Folge machten die Schützlinge von Reiner Herack zwischenzeitlich einen Sprung auf den 4. Platz der Tabelle nach vorn. Einen besonderen Anteil daran hatten die beiden erst 17-jährigen Rückraumschützen Domko und Holubek, die zusammen 13 Treffer erzielten.
Stahl Rietschen II: U. Holubek; Bukow; Ph. Domko (8/3); T. Holubek (5); Müller (1); Mertinatsch (2); Pötschke; Riemer (4); Gleisner; Mühle (4).

Ostsachsenliga Damen
TBSV Neugersdorf - Stahl Rietschen 17: 12 (7:7). Nach drei Siegen in Folge setzte es für die Handballerinnen die erste Niederlage. Der Fakt an sich ist nicht so dramatisch als die Tatsache, wie es zum Punktverlust kam. Rietschen hatte Chancen, die bei optimaler Ausnutzung für zwei Siege gereicht hätten. Doch mit dieser schlechten Chancenverwertung war beim Tabellennachbarn Neugersdorf kein Blumentopf zu gewinnen. Trotz einer 2:0-Führung hatten die Gastgeberinnen das Spiel im Griff. Dies sollte die Gäste auch schnell zu spüren bekommen: fünf Tore in Folge und die Führung war mehr als dahin. Die Rietschenerinnen rappelten sich aber auf und kamen ihrerseits zum Ausgleich. Als ob es dies gewesen sein sollte, wurden in der Folgezeit beste Einwurfmöglichkeiten kläglich vergeben. Der Halbzeitstand von 7:7 war aus Sicht der Gäste noch schmeichelhaft.
Im zweiten Durchgang konnten die Rietschener Handballdamen ihre Abschlussschwäche leider nicht abstellen. Neugersdorf zog auf 12:7 davon. Plötzlich drehte sich der Verlauf, Rietschen traf wieder. Die logische Folge war der Anschlusstreffer zum 11:12.
Der Spielausgang konnte bis zum kurz darauf folgenden 12:13 aus Rietschener Sicht weiter offen gehalten werden. Doch danach war Schluss. Leider für die Gäste. Mit einem energischen Schlussspurt zeigten die Gastgeberinnen, dass sie den Sieg und die damit verbundenen zwei Pluspunkte unbedingt zu Hause lassen wollten. Mit vier weiteren Gegentoren ohne eigenen Treffer war das Schicksal für Rietschen an diesem Tage besiegelt.
Stahl Rietschen: Walter; Wünsche; P. Schuster (3); T. Schuster; Schmieder; Handke; Weiser; Meier (3); Dobberschütz; G. Schuster (3/1); Adolph (1); Herrmann; Hilke (2).

Ostsachsenklasse Damen
Lok Schleife - OHC Bernstadt 19:18. Trotz des frühen Rückstandes (0:2) ließen sich die Schleiferinnen nicht erschüttern und standen fest in der Abwehr. Mit dem erkämpften Ball rannte Anja Münzer aufs gegnerische Tor zu verfehlte sie jedoch ihr Ziel. Doch kurz darauf wurde dies durch ihren Anschlusstreffer wieder gut gemacht. Die nächsten Minuten waren geprägt durch zahlreiche Fouls und Verwarnungen. So sahen Anja Münzer (10.), Kerstin Meyer (12.) und Dana Gurlit (13.) eine gelbe Karte und das Spiel wurde härter den je. Mit dem 1:5-Rückstand wurden Erinnerungen an das letzte Auswärtsspiel wach. Doch Schleife raffte sich nochmals auf und konnte bis zur Pause auf 8:10 verkürzen.
In der zweiten Halbzeit wurden die Frauen vom OHC Bernstadt härter und ruppiger zugleich. Schließlich wollten sie als Tabellenvierter nicht gegen den Letzten verlieren. Aber die Schleifer Abwehr stand perfekt und auch vorn klappte das Zusammenspiel. Gleichstand und durch einen Treffer von Dana Gurlit lagen die Schleifer Handballfeen zum ersten mal in Führung. Jetzt bloß nicht den Kampfgeist verlieren. Und hatten es die Gegner dann zum siebten Mal geschafft einen sieben Meter herauszuholen, stand im Tor Kathrin Pötschke wie eine Mauer. Sie hielt super und die Bernstädter Frauen konnten lediglich zwei sieben Meter verwandeln. Unterstützt durch die Zuschauer, welche schon zum Männerspiel in die Halle kamen, hielt Schleife mit und wieder einmal stand es Gleichstand (13:13).
Jetzt hieß es Nerven bewahren und keine Fehler mehr zulassen. Der Trainer Dieter Pätzold nahm noch einmal eine Auszeit (45.) und motivierte seine Mannschaft. Doch keine von den beiden Mannschaften konnte sich so recht absetzen. Immer wieder zeigte die Anzeigetafel einen Gleichstand (18:18). Ein letztes Mal hieß es Angriff und einfach aufs Tor, denn viel Zeit blieb Lok Schleife nicht mehr. Den Sieg vor den Augen gaben die Schleifer Frauen noch mal ihr Bestes und ließen das auch dem Gegner spüren. Sodass sie die letzte Minute in Unterzahl spielen mussten. Dennoch gelang Ihnen das Führungstor und die letzten Sekunden liefen. Doch als der Schlusspfiff kam war noch ein Freiwurf abzuwehren. Bernstadt schoss - doch der Ball prallten an der Hand der Schleifer Spielerin ab.
Lok Schleife: Heike Delius (1), Stefanie Schawe (1), Isabella Paulo, Annette Kucher, Nancy Nadebor, Ines Noack, Anja Münzer (1), Kathrin Pötschke, Kerstin Meyer (2), Dana Gurlit (9), Ines Böhnigk, Stefanie Grosser, Christin Rißmann, Nadine Müller (5).

Ostsachsenklasse Männer
Lok Schleife II - HSG Bautzen II 23:20. Das Spiel begann ausgeglichen da beide Mannschaften sich erst einmal abtasteten (3:3/8.). Aber mit zunehmender Spieldauer kamen die Hausherren besser ins Spiel. Dies hatten sie einer soliden Deckung zu verdanken, die den ein oder anderen Ball abfangen konnte. Auch im Angriff konnte man sich steigern, da war es vor allem Christian Marusch und Torsten Becker die diesmal gut aufgelegt waren (7:4/15.). Hin und wieder schlichen sich aber Unstimmigkeiten in der Schleifer Deckung ein, die die Gäste aus Bautzen ausnutzten. Aber ernsthaft konnten sie Schleife nicht gefährden, die ihren Vorsprung immer auf vier Tore halten konnten. Diese Führung wurde bis zur Halbzeit beibehalten und beim Stand von 14:11 wurden die Seiten gewechselt.
Die Hausherren kamen etwas besser aus der Kabine und konnten erstmal in der Partie mit fünf Toren in Führung gehen. Auch die Deckung stand weiterhin sicher da man Bautzener Angriffsspieler gut im Griff hatte (17:12/40.). Aber die folgenden Nachlässigkeiten ermöglichten den Gästen, den Rückstand zu verkürzen. Danach steigerte man sich wieder und baute die Führung zum 20:17 nach 50 Minuten aus. Gegen Ende der Partie musste die Gäste einsehen, dass man an diesem Tage keine Punkte aus Schleife mitnehmen kann. So freuten sich die Schleifer Spieler über einen 23:20 Erfolg, welcher den dritten Heimsieg der Saison bedeutete.
Samstag muss Lok zum Tabellenvorletzten TuS Löbau reisen, wo man endlich auch mal auswärts wieder erfolgreich sein muss.

Lok Schleife: Michael Hascha, Marco Jainsch, Daniel Wolf, Dietmar Oertel (2), Christian Marusch (8/3), Torsten Becker (4), Ronald Fabian (3), Rico Becker (3), Johannes Olbrich, Toni Gramß (3), Stefan Paulo.