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| 01:03 Uhr

Handball Eiserner Wille kann Berge versetzen

Rietschen.. Für die Rietschener Frauen wurde nach dem Auftakt der Rückrunde die Luft zum Tabellenkeller deutlich dünner. Mit zuletzt drei Niederlagen in Folge wurde der Zwang nach weiteren Pluspunkten deutlich verstärkt. Sonnabend nun hatten die Rietschenerinnen das Glück an ihrer Seite. mit eisernem Willen bezwangen sie Grün-Weiß Weißwasser 23:20. (ho)(fw)



Rietschen legte los wie die Feuerwehr. Dem 3:0 folgte wenig später das 5:2. Dieser erfolgreiche Auftakt sprach für die intakte Moral dieser Mannschaft. Mit zunehmender Spielzeit fanden dann auch die Gäste besser in ihr Spiel und konnten einige Lücken in der gut positionierten Rietschener Abwehr finden.
Doch die Angriffe der Heimmannschaft hinterließen zeigten Wirkung. Der Ball wurde schnell gespielt, die gekreuzten Laufwege hebelten die Abwehr auseinander. Ein erfolgreiches 1:1 im Duell Frau gegen Frau machte danach den Weg zum gegnerischen Tor frei. Mit diesem Einsatz und dem unbedingten Willen, in dieser Partie etwas zu reißen und die dringend benötigten zwei Pluspunkte zu behalten, behaupteten die Gastgeberinnen ihre Führung, wenn auch knapp, bis zum 13:12 zum Seitenwechsel.
Die Frauen aus Rietschen erwischten den deutlich besseren Start im zweiten Durchgang. Die Führung konnte bis zum 19:15 ausgebaut werden. In einer Phase, in der Weißwasser versuchte, mit druckvollerem Spiel den Vorsprung zu egalisieren, setzte Rietschen mit zwei Kontern nach und erzielte so nach 52 Minuten eine Vorentscheidung. Personell ohnehin gehandicapt mussten noch zwei Disqualifikationen (Adolph und G. Schuster) in der Mitte der zweiten Halbzeit hingenommen werden.
Der sichere 22:16-Vorsprung brauchte nur über die verbleibenden acht Minuten gerettet werden. Obwohl Weißwasser nochmals verkürzen konnte, der endgültige Sieg war der Rietschener Frauenmannschaft nicht mehr zu nehmen. Rietschen gewann am Ende verdient mit 23:20 und verschaffte sich somit etwas Luft im Abstiegskampf. Weißwasser war eigentlich der erklärte Favorit, doch die Rietschener Frauenmannschaft bewies mit hoher Moral und großem Einsatz, dass man mit einem Trainer ohne Regiestuhl auch gewinnen kann.

Verbandsliga Männer
Lok Schleife - Koweg Görlitz 22:26. Am Samstag empfing Lok Schleife am 14. Spieltag der Verbandsliga Koweg Görlitz. Mit den Neißestädtern stellte sich eine spielstarke Mannschaft vor, die Schleife aber im Hinspiel bezwingen konnte. Im Rückspiel musste sich Schleife mit 22:26 geschlagen geben.
Die Partie der beiden langjährigen Konkurrenten war von Anfang an sehr ausgeglichen. Die Folge war, dass es nach neun Minuten 3:3 stand. Danach drückten die Gäste langsam dem Spiel den Stempel auf. So führten sie dann auch mit 5:3. Die Hausherren kamen erst nach einer Auszeit ins Laufen. Nun stellte man sich gegen das schnelle Angriffsspiel von Görlitz besser ein und im Angriff sorgten vor allem die beiden Rückraumwerfer, Martin Krautz und Christian Pätzold, für Akzente. Dadurch gelang es Schleife den zwischenzeitlichen Rückstand in eine 9:7-Führung umzuwandeln (19.). Aber sie verpassten es in dieser Phase den Vorsprung weiter auszubauen. So glichen die Neißestädter durch schnelle Gegenangriffe wieder aus. Auch in den Minuten vor der Pause konnte sich keine Mannschaft absetzen. Mit einer knappen 12:11-Führung für Schleife wurden die Seiten gewechselt.
Aus der Kabine kehrte die Schleifer Spieler positiv gestimmt aufs Parkett zurück. Doch den Zuschauern bot sich dann ein anderes Bild. So verschliefen die Hausherren die Minuten nach der Pause, die Görlitzer dagegen machten einen wacheren Eindruck. Somit änderten sich die Spielverhältnisse. Die blau-gelben Gäste bestimmten zunehmend das Spiel und führten nach 39 Minuten mit 3 Toren (14:17). Die Gastgeber nahmen eine Auszeit, aber auch in der Folgezeit taten sie sich im Angriff immer wieder schwer. Es gelang ihnen nicht mehr, ihren treffsicheren Rückraum ins Spiel zu bringen. Die Schleifer mussten sich jeden Torerfolg hart erkämpfen. Und in der Abwehr ließ man, im Gegensatz zur ersten Halbzeit, den Gästen zu viel Entfaltungsspielraum, den sie auch konsequent nutzten. So führte Görlitz 10 Minuten vor Schluss mit 17:21. Erst dann begannen die Hausherren sich vehement gegen die drohende Niederlage zu stemme n. Sie verkürzten den Rückstand auf 2 Tore (20:22). Doch zum Ausgleich reichte es nicht. So fehlte in manchen Situationen das nötige Glück, zudem traf das Schiedsrichtergespann in der hektischen Schlussphase sehr fragwürdige Entscheidungen. Aus zwei dieser Entscheidungen resultierte in den letzten Minuten zwei Strafwürfe, die die Görlitzer zum endgültigen 22:26 verwandelten.
Diese Niederlage war aus Schleifer Sicht durchaus vermeidbar, aber die Gäste waren einfach die clevere Mannschaft. Nach diesen verlorenen Punkten wird es für die Lok als Tabellenzehnte wieder enger. Am Wochenende führt die Reise nach Elbflorenz. Gegen die Oberligareserve des HSV Dresden wird es ebenfalls schwer einen Sieg zu erreichen. Denn gegen den Aufsteiger, der zurzeit Tabellenvierter ist, verlor man bereits das Hinspiel.
Lok Schleife: Marusch, Wierick, Pätzold (6/1), Hauffa (2), Oertel, Kowal (4), Roßmej (1), Marcel Becker (1), Sergon (1), Rico Becker, Richter (2), Krautz (5).

Statistik Weitere NOL-Ergebnisse
 Ostsachsenliga Männer: SG Oberlichtenau - TSV Niesky 32:22, Stahl Rietschen - TSG Bretnig-Hauswalde 37:29, Fortschritt Eibau - Rot-Weiß Sagar 22:21.
Ostsachsenklasse Männer: Stahl Rietschen II - SG Weißwasser/Krau schwitz 16:21, Lok Schleife II - Koweg Görlitz II 36:14.
Ostsachsenklasse Damen: Lok Schleife - Grün-Weiß Elstra 11:12.
Ostsachsenliga männl. Jugend A: Lok Schleife - Koweg Görlitz 31:27.
Ostsachsenliga männl. Jugend B: Stahl Krauschwitz - TBSV Neugersdorf 15:20, Schwarz-Weiß Sohland - TSV Niesky 33:19.