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Halbendorfer specken ihre Feste ab

Halbendorf. Mit Tausenden Besuchern haben die Halbendorfer mit dem diesjährigen 30. Neptunfest im Juli und 10.Traktorpulling im September ihren bisherigen erfolgreichen Weg fortgesetzt. Gabriela Nitsche

Alle, die vor und hinter den Kulissen an diesen Großveranstaltungen einen Anteil hatten, waren am Samstag zur Dankeschönfeier in den Jugendclub eingeladen. Denn nur, weil so viele Leute aus dem eigenen Dorf, aber auch aus den Nachbarorten - wie vom Jugendclub Groß Düben beim Neptunfest - mit zupackten und finanzielle Unterstützung gaben, konnten die Vorhaben gelingen. Dazu fanden Sebastian Bertko und David Krautz sowie Klaus Maack vom Heimat- und Kulturverein sowie vom Historikverein deutliche Worte. Auch an diejenigen um Heimatvereinschef Andy Kowal, auf deren Schultern viele Jahre die Verantwortung lastete. "Hut ab, was Ihr geleistet ab", so Bertko.

Den Sand nochmal gespürt

In geselliger Runde, mit diversen Fotos und Videos, die über die Leinwand flimmerten, ließen Jung und Alt die Sommereignisse noch einmal Revue passieren. Man würde förmlich noch einmal den Sand auf den Lippen spüren, der sich über die Pulling-Fläche breit gemacht hatte, hieß es. Auf zwei Bahnen kämpften in diesem Jahr in 48 Durchläufen die Traktorfans in sechs verschiedenen Klassen um Sieg und Plätze.

Das dreitägige Neptunfest sei der Knaller gewesen. Der Wettergott hatte gerade noch einmal die Kurve bekommen und Neptun kurz vorm Landgang versöhnlich gestimmt. Ob DJ-Nacht für die Jugend, Trabicross, Badewannenrennen, Bootsvorführungen, Party, Feuerwerk oder Michele-Konzert, Taufe und so weiter - die Besucher kamen und fühlten sich im und am Wasser wohl. Die Halbendorfer wurden für den immensen Aufwand belohnt, schlussfolgerte Sebastian Bertko. Ebenso trugen erneut die Handballer vom SV Lok Schleife ihren Teil dazu bei. Ronny Jurk sagte Samstag namens der Teilnehmer am Beachhandball-Turnier: "Danke für die tolle Zusammenarbeit über Jahre. Riesiges Lob. Macht einfach weiter so."

Aufwand und Nutzen

Doch genau das wird 2017 nicht der Fall sein. Die Halbendorfer sind sich einig, das 31. Neptunfest fällt eine Nummer kleiner aus, auch wenn das grobe Konzept Bestand haben soll. Neptun wird auf seinen Showeinsatz Samstagnacht verzichten. Der Aufwand für die beteiligten Jugendlichen sei einfach viel zu groß. Monatelang werden eigens für diesen Moment Showtänze einstudiert, diese geprobt und geprobt. Doch die Erfahrung besagt, dass das Interesse der Besucher an diesem Programmpunkt, so die Halbendorfer, dem Aufwand nicht gerecht werde. Auch mit dem Tanzen am Samstagabend in der Zeit vor dem Feuerwerk hielten sich die Besucher zurück. "Dann brauchen wir auch keine Band einzukaufen", so der Tenor der Neptunfest-Macher. Es spricht derzeit vieles dafür, am Sonnabend auf stimmungsvolle Guggemusiker und Schlager und Hits aus der Konserve zu setzen.