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| 17:00 Uhr

Weihnachtszeit
Kita-Kinder sorgen für Vorfreude

Die Kita-Kinder erfreuen die Älteren aus dem Ort mit ihrem schönen Programm.
Die Kita-Kinder erfreuen die Älteren aus dem Ort mit ihrem schönen Programm. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Halbendorf. Heimat- und Kulturverein lädt Halbendorfer Senioren zum gemütlichen Adventnachmittag ein.

„Leise rieselt der Schnee. Still und starr liegt der See ...“ Die Liedzeile ist am Sonntag wie gemacht für Halbendorf gewesen. Derweil Vertreter der älteren Generation sich zu einem besinlichen vorweihnachtlichen Beisammensein in der Alten Schule trafen, ging es draußen winterlich zu.

Die gute Stube war von Claudia Marusch wieder einmal so schön dekoriert worden, dass die Besucher viel Lob spendeten. „Sie lässt sich jedes Jahr etwas Neues einfallen“, sagt Hanka Krautz. In gemütlicher Runde wurde erzählt und vor allem viel gesungen. Das ist Tradition in Halbendorf bei der Rentnerweihnachtsfeier Und das aus gutem Grund. Denn das Christkind mit seinen beiden Begleiterinnen stattet den Frauen und Männer jedes Mal einen Besuch ab. Das dzecetko streichelt ihnen sanft mit dem Handrücken über das Gesicht, wünscht jedem Glück und Segen sowie Gesundheit. Und ab und zu fordert es jemanden auf, ein Weihnachtslied anzustimmen.

In Halbendorf übernimmt das sorbische Christkind auch die Aufgabe, den älteren Herrschaften ein Geschenk zu überreichen. In diesem Jahr ein Einweckglas mit allen Zutaten zum Backen eines süßen Brotes plus Rezept.

„Es ist kein Sand darin“, reagiert Simone Urbank, eine der fleißigen Wichtel vom Heimat- und Kulturverein, auf eine entsprechende Bemerkung aus der Runde. Sie gibt noch einen entscheidenden Tipp: „Bitte backt das Brot in den nächsten Wochen. Bedenkt bitte das Verfallsdatum.“ Geschenke von der Stange gab es und gibt es in Halbendorf nicht, es sind jedes Jahr von Hand gefertigte Dinge. Gerade das kommt bei den Älteren super an. Genauso wie der Auftritt der Kita-Kinder. Das kleine Programm der Ein- bis Sechsjährigen ist nicht nur ein Ohren-, sondern auch ein Augenschmaus. Da sitzen so einige Großeltern mit Stolz geschwellter Brust an der Kaffeetafel und es ist zu hören: „Guck mal, das ist mein Enkel.“

Plötzlich steht auch noch der Weihnachtsmann mitten in der guten Stube und fragt, wer denn da behauptet habe, ihn würde es gar nicht geben. Oje, daran kann sich gar kein Knirps mehr erinnern. Einem ist das gar nicht geheuer, Tränen fließen. Als Knecht Ruprecht etwas leiser spricht und den Sack mit Süßigkeiten öffnet, ist die Kinderwelt wieder in Ordnung.

Das sorbische Christkind wünscht Gesundheit und Glück.
Das sorbische Christkind wünscht Gesundheit und Glück. FOTO: Gabi Nitsche / LR
Der Weihnachtsmann und sein Wichtel haben so einige Überraschungen parat.
Der Weihnachtsmann und sein Wichtel haben so einige Überraschungen parat. FOTO: Gabi Nitsche / LR