ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 16:20 Uhr

Kommunalpolitik
Grundstücksverkauf stößt auf eine Kritik

Weißwasser. Weißwassers Baureferatsleiter Thomas Böse weist auf Flächennutzungsplan hin.

 Mit einer Gegenstimme hat der Haupt- und Finanzausschuss jüngst einem Grundstücksverkauf durch die Stadtverwaltung Weißwasser zugestimmt. Doch der Entscheidung war eine Debatte vorausgegangen, die SPD-Stadtrat Ronald Krause ins Laufen gebracht hatte.

Eine Familie, die am Neuteichweg wohnt, wollte gern das angrenzende Grundstück erwerben. Den Antrag stellten die Weißwasseraner schon im Jahr 2015. Doch wie die Verwaltung im Rathaus erläuterte, war die Sache nicht so einfach. Man musste auf die aktuelle Situation und weitere Kaufverhandlungen in der Nachbarschaft achten. Im vergangenen Herbst erfolgten die Vermessungsarbeiten. Mit dem Ergebnis war auch der Kaufpreis klar: 12 000 Euro für 624 Quadratmeter. Für Ronals Krause ein zu geringer Preis. Denn seiner Meinung nach werde das bisherige Eigenheim-Grundstück durch die Erweiterung zu einem Wassergrundstück, wie Krause es sagte, und somit zum Vorteil für die Erwerber. Referatsleiter Thomas Böse verwies auf den geltenden Flächennutzungsplan, der das regeln würde. Und so beinhaltet der Kaufpreis 228 Quadratmeter Baufläche mit 40 Euro je Quadratemter und 180 Quadratmeter Hof und Garten mit zehn Euro je Quadratmeter sowie 216 Quadratmeter Grünfläche mit fünf Euro je Quadratmeter. Es sei eine Mischkalkulation, die mit 20 Euro je Quadratmeter so dem vollen Wert des Bodens entspreche.

Böse erinnerte des Weiteren daran, dass der Bodenrichtwert in Weißwasser noch bis zum Jahr 2013 bei nur 25 Euro je Quadratmeter lag. Auch wenn die Anrainer die Gepflogenheit haben, dort ins Gewässer zu gehen, sei es kein Wassergrundstück.

An Krauses Meinung änderte die Erklärung anscheinend nichts. Er stimmte gegen den Verkauf der Fläche zu diesem Preis.