„Herzlichen Glückwunsch zur Wahl dieses Tagungsortes“ , so Dr. Wolfgang Voß, Stiftungsratsvorsitzender Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, gestern bei der Begrüßung der Teilnehmer. Schließlich „hat der europäische Prozess hier im Kleinen stattgefunden“ . Die deutsch-polnische Zusammenarbeit hat sehenswerte Früchte getragen, die die „Unesco gewürdigt hat.“ Der Tagung wünschte er, dass sie das kulturelle Schaffen befördert und sich mögliche Kooperationen ergeben.
Rund 60 Vertreter von Museen, Kultureinrichtungen, aus Stiftungen und Ministerien aus Deutschland sowie Polen, Estland, Lettland, Slowakei, Tschechien und Ungarn waren der Einladung der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK) gefolgt, um gemeinsam über den Kulturraum Europa zu diskutieren. Workshops zu den Themen über internationale Kooperationen in der neuen EU, Ausstellungsplanung und Sicherung des kulturellen Erbes wurden den Teilnehmern angeboten. Und die Organisatoren erhofften sich spannenden Diskussionen.
„Ist Europa nur die Normierung von Schweinehälften?“ , stieg Staatsministerin Dr. Christina Weiss, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, etwas provokativ ein. Und sie schickte gleich hinterher: „der Reichtum, die kulturelle und sprachliche Vielfalt taugen für neuen Schwung für die müde gewordene europäische Idee. Wir brauchen die Kultur, um die europäische Einheit geistig zu vollziehen.“ Die Ministerin regte in diesem Zusammenhang ein europäisches Blaubuch an (siehe Hintergrund).
Prof. Dr. Martin Roth, Sprecher der KNK, wünschte sich für die Beratung, „dass hier der Grundstein für eine Zusammenarbeit gelegt wird.“
Schließlich eint die Kollegen eins, egal, ob sie nun im Museum in Budapest oder in Dessau, in Krakau oder in Tallin arbeiten, wurde gestern unterstrichen: „Es geht um den Erhalt des geistigen und materiellen Erbes der Kulturen und das Bemühen um dessen angemessene Vermittlungen“

Zum Thema International bedeutende Kulturstätte
  Unter dem Namen Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK) haben sich 23 international bedeutende Museen, Sammlungen und Archive aus den neuen Bundesländern zusammengeschlossen. Ihre Gründung geht auf so genannte Blaubuch - darin sind 20 gesamtstaatlich bedeutsame Kultur-Stätten nach ihrer Priorität geordnet und detailliert beschrieben - zurück. Ein wesentliches Ziel der KNK ist es, gemeinsam für den Erhal des kulturellen Erbes einzutreten.
Zur KNK gehören das Bauhaus Dessau genauso wie die Moritzburg Halle, die Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, das Lindenau-Museum Altenburg oder das Dessau-Wörlitzer Gartenreich.
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