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| 03:14 Uhr

Grünes Licht für Gartenkulturpfad

Bad Muskau. Im Oktober 2004 ist die Vision vom Gartenkulturpfad beiderseits der Neiße erstmals öffentlich vorgestellt worden. Wohl keiner der damals Anwesenden hat gedacht, dass es 2012 wird, um grünes Licht für die Förderung zu bekommen. Um so größer ist nun die Freude, jetzt kann es losgehen. Regina Weiß

"Wir haben schon einen Sektkorken knallen lassen", erzählt Brigitta Wend der RUNDSCHAU. Gemeinsam mit Anita Schwitala ist sie Projektkoordinatorin für das deutsch-polnische Projekt Gartenkulturpfad beiderseits der Neiße. Jetzt steht fest, dass sich die jahrelange Vorarbeit, das Nichtnachlassen und Nachbessern Früchte trägt: Das Projekt wird gefördert.

Der Begleitausschuss des EU-Förderprogramms Sachsen/Polen stimmte dem Vorhaben Entwicklungskonzept für einen nachhaltigen, grenzüberschreitenden Tourismus entlang der Gärten und Parks als Gartenkulturpfad beiderseits der Neiße zu, teilt die Sächsische Aufbaubank in einer Pressemitteilung mit. Für das Vorhaben werden rund 461 200 Euro EU-Mittel zur Verfügung gestellt. Mit dem Projekt sollen wertvolle Parkanlagen wieder erlebbar gemacht und die sächsisch-polnische Region für den europäischen Kultur- und Gartentourismus geöffnet werden. Hierzu wird eine Konzeption für ein Orientierungssystem erarbeitet. Vermarktet wird der grenzübergreifende Gartenkulturpfad durch verschiedene Aktivitäten, wie zum Beispiel einen professionellen Informationsstand, einen Flyer mit Karte der beteiligten Parks sowie einen Routenflyer, einer Imagebroschüre und einen Newsletter. Eine Auftaktkonferenz, eine Ausstellung zum Gartenkulturpfad sowie Aktionen, in die die Bevölkerung aktiv einbezogen werden soll, flankieren die Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit.

"Zwei Jahre sind für das Projekt vorgesehen", so Brigitta Wend. Dass allein schon der Kampf für den Förderantrag zweieinhalb Jahre gedauert hat, sei dahin gestellt. "Ohne die Unterstützung des Kulturraums Oberlausitz-Niederschlesien hätten wir diese Zeit nicht geschafft", weiß Brigitta Wend. Doch vor allem überwiegt nun die Freude, dass man endlich starten kann. Neben dem Förderverein Gartenkulturpfad sind die Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien, die Stiftung Niederschlesische Wälder sowie die Stiftung Tal der Schlösser und Gärten im Hirschberger Tal Kooperationspartner.

Zum Thema:
Auch das sächsisch-polnische Wegenetz für den Wasser-, Rad- und Wandertourismus entlang der Neiße soll weiter verbessert und vermarktet werden. Die Fördersumme beläuft sich auf rund 574 000 Euro. Mit diesem Geld werden unter anderem zusätzliche Wasserein- und -ausstiegsstellen für Kanufahrer an zehn Stellen entlang der Lausitzer Neiße geschaffen. Das bestehende Wander- und Radwegenetz wird um neue Strecken erweitert und diese beschildert.