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Grüne sind radelnd auf Sommertour unterwegs

Weißwasser. Auf "grüner Sommertour" sind vom 10. bis zum 14. Juli die Oberlausitzer Grünen mit Bundesabgeordnetem Stephan Kühn und Landtagsabgeordneter Franziska Schubert auf dem Fahrrad in der Region unterwegs. Gabriela Nitsche

Der Start erfolgt Montag in Weißwasser, von hier geht es über Hoyerswerda, Kamenz, Bischofswerda, Kirschau nach Zittau. In Görlitz endet die Radtour nach fünf Tagen.

Die Grünen-Politiker wollen Akteure treffen, die die Oberlausitz voranbringen, die innovative Ideen entwickeln und sie umsetzen, kündigen sie an. Der Strukturwandel in der Lausitz bilde dabei die Klammer. So stehen eine fahrradgeführte Stadtrundfahrt in Weißwasser mit Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) als Vertreter der Lausitzrunde genauso auf dem Programm wie der Besuch bei Accumotive in Kamenz. Dort gehe es um neueste Speichertechnologien für regenerativ erzeugten Strom. In Zittau freuen sich die beiden Abgeordneten auf Gespräche im Fraunhofer-Institut zu Fragen des Technologietransfers in die regionale Wirtschaft. In Görlitz steht neben der Erinnerungs- und Jugendkultur der Klimawandel in der Stadt auf der Tagesordnung. Franziska Schubert: "Die Zukunft meiner Region liegt mir seit vielen Jahren am Herzen - und ich will mit den Menschen über ihre Ideen reden und ihre Meinung hören. Mit dem Fahrrad geht das besonders gut - denn dann kann man immer auch dort anhalten, wo es etwas zu sehen gibt." Auch für sie als "Oberlausitzer Kindl" gebe es immer wieder Ecken zu entdecken, die sie noch nicht kenne.

Stephan Kühn sieht im Strukturwandel eine große Chance für die Lausitz. "Die Bundesregierung hat Unterstützung zugesagt, bisher aber nur symbolisch gehandelt. Schlüsselprojekte, wie wir sie vorgelegt haben, brauchen mehr Unterstützung, wenn sie zum Erfolg führen sollen."

Er möchte mit Akteuren sprechen, die sich aktiv in die Veränderungen einbringen und erfahren, wo sie Hilfe brauchen.

Das Tandem, mit dem sie auf dieser Tour unterwegs sind, stehe für ihn symbolisch für Teamgeist und Verständigung, betont Stephan Kühn und fügt hinzu: "Davon brauchen wir in der Lausitz jede Menge."