| 02:46 Uhr

Großreinemachen im Helmut-Just-Stadion

Erinnerung an bessere Zeiten: Stadionfest 2014.
Erinnerung an bessere Zeiten: Stadionfest 2014. FOTO: ni
Krauschwitz. Es gibt so manchen Krauschwitzer, der in Sorge ist um das ungenutzte Helmut-Just-Stadion. Von wegen "wie es dort aussieht". Gabi Nitsche

Einwohner Egbert Melcher hat sich die Sache daraufhin vor Ort angeguckt. Was er sah, das sei jede Menge Laub gewesen. Für ihn ein Grund, zum Arbeitseinsatz aufzurufen. Das tat Melcher in der jüngsten Ratssitzung. Mit Harken und Laubbesen bewaffnet ist am Sonnabend um 9 Uhr Treff im Stadion. Bis 12 Uhr sollte es zu schaffen sein, wenn viele Krauschwitzer mit anpacken, so Egbert Melcher.

Unabhängig davon fragte er den Bürgermeister Rüdiger Mönch (Freie Wähler): "Was passiert nun eigentlich mit dem Stadion?" Er wisse von einer Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema befasse, nachdem der NSV im Jahr 2014 nach elf Jahren den Pachtvertrag gekündigt und sich von der Betreibung verabschiedet hatte. "Vielleicht lassen sich ja gemeinsam Ideen entwickeln", meinte Melcher.

Ja, die Arbeitsgruppe existiere, und mehrere Vereine seien darin vertreten. "Wir haben uns darauf geeinigt, das Stadion soll Familien zur Verfügung stehen. Es gibt viele gute Ideen, wie zum Beispiel einen Spielplatz", berichtete Rüdiger Mönch. Aber alles müsse finanzierbar sein. Deswegen bringe es nichts, jetzt schon Konkretes zu nennen. Auf alle Fälle erhalte Krauschwitz ehrenamtliche Unterstützung von einem Projektanten. Gelder aus dem deutsch-polnischen Fördertopf "Abenteuer Neiße" seien beantragt worden. Mit einer Entscheidung rechnet der Gemeindechef frühestens im Sommer. "Und wenn wir die Fördermittel genehmigt bekommen, brauchen wir Sponsoren. Wir haben keine Eigenmittel", erinnerte Mönch an die finanzielle Situation der Gemeinde Krauschwitz.

Was den allgemeinen Zustand des Stadions angeht, hätten die Mitarbeiter vom kommunalen Bauhof sporadisch einen Blick darauf. "Es wurde aber auch viel randaliert, seit wir es wieder haben. Das war vorher nicht so", bemerkte Mönch verwundert.