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| 19:04 Uhr

Übung
Großer Feuerwehreinsatz bei den Bergpiraten

Mit Atemschutz geht es zur Personenrettung in die Kita Bad Muskau.
Mit Atemschutz geht es zur Personenrettung in die Kita Bad Muskau. FOTO: Regina Weiß
Bad Muskau. Gleich mehrere Personen müssen in Bad Muskau gerettet werden. 51 Kameraden üben für den Fall der Fälle.

Blauer Himmel, die Sonne strahlt. Bei 27 Grad Celsius bereiten sich die Bewohner von Bad Muskau-Berg am Freitag auf den Feierabend vor. Kurz vor 17 Uhr ist die Sirene zu hören. Dann geht es Schlag auf Schlag. Ein Feuerwehrauto nach dem anderen fährt auf die Schillerstraße zu. Ziel ist die Kita Bergpiraten. Rauchentwicklung im Objekt und gleich mehrere vermisste Personen sorgen für das Großaufgebot der Floriansjünger. Bad Muskaus Stadtwehr ist als Erste vor Ort, gefolgt von Gablenz und der Drehleiter aus Weißwasser. Schließlich ist das Kitagebäude nicht nur verwinkelt, sondern hat auch mehrere Etagen. Ohne Leiter geht dort gar nichts. Die ist ruckzuck einsatzfähig. 17.08 Uhr vor Ort, ist der Korb 17.12 Uhr oben. „Zwei Minuten später war die erste Person gerettet“,erklärt Gerd Preußing, stellvertretender Kreisbrandmeister. Eigentlich sind es sogar zwei Personen, die aus dem zweiten Obergeschoss nach unten befördert werden. Kita-Leiter Björn Wünsche und seine Tochter Karla haben die Fahrt genossen. „Cool“, lautet der Kommentar des Papas. Die dreijährige Karla ist dagegen ganz aus dem Häuschen, schließlich dreht sich zu Hause bei ihr alles um die Feuerwehr. Da findet sie den Einsatz mit den vielen Feuerwehrautos geradezu faszinierend. Da ist sie nicht die einzige. Die Bergschen machen eine Pause in der Wochenendvorbereitung und sehen sich lieber den Einsatz der Wehren an. Pauline, Lotte, Charlotte und Ludwig haben sogar einen Platz in der ersten Reihe und lassen sich dort genüsslich ihr Eis schmecken.

Für die Übung werden Kameraden aus Bad Muskau, Köbeln, Gablenz, Kromlau, Weißwasser, Krauschwitz-Ost und West alarmiert. Zwei Einsatzabschnitte werden unter der Leitung von Christoph Speer (Bad Muskau-Stadt) und Andy Hebig (Bad Muskau-Köbeln) gebildet. Schläuche werden ausgerollt, Atemschutzgeräteträger machen sich auf ins Gebäude. Derweil über die Drehleiter auch Hartmut Nicko gerettet wird, ist Paul noch nicht gefunden. Wenig später ist aber auch der Dumy an der frischen, warmen Luft. Für die Atemschutzgeräteträger ist die kühl, angesichts ihrer vollen Montur und dem Einsatz unter der Maske. Insgesamt sind 51 Kameraden im Einsatz, um für den brenzligen Fall der Fälle zu trainieren. Die Zahl von 18 Atemschutzgeräteträgern wird nur erreicht, weil die Leitstelle zwei Fahrzeuge mehr an den Einsatzort beordert hat. Für Gerd Preußing ist es die Konsequenz, das auch im Ernstfall so zu belassen. Ebenso offenbaren sich Kleinigkeiten, die es abzustellen gilt, wie ein separater Funkkanal für den Einsatzleiter oder ein Türchen am obersten Absatz der Feuerwehrtreppe. Denn von dort in den Korb der Leiter einzusteigen, zeigt sich Freitag als sportliche Herausforderung.

Einsatzleiter Sebastian Krahl (Wehrleiter Bad Muskau-Stadt) und Gerd Preußing bedanken sich bei der Auswertung für den Einsatz der Kameraden. „Schließlich kann man ja bei dem Wetter auch anderes vorhaben“, so Preußing.

Die Drehleiter aus Weißwasser wird gebraucht, um die Personen aus dem oberen Geschoss zu retten.
Die Drehleiter aus Weißwasser wird gebraucht, um die Personen aus dem oberen Geschoss zu retten. FOTO: Regina Weiß
(rw)