Von Montagnachmittag bis in die Nacht zum Dienstag haben im Landkreis Görlitz Komplexkontrollen an allen Grenzübergängen zur Republik Polen stattgefunden, teilt die sächsische Polizei mit. Ziel sei die Bekämpfung der Kriminalität mit dem Schwerpunkt der Kfz- und Eigentums-Kriminalität gewesen.

Die Kontrollen erstreckten sich von Bad Muskau bis Zittau. Entlang der Neiße-Grenze kamen Beamte der Polizeidirektion Görlitz und der Bereitschaftspolizei Sachsen sowie der Bundespolizei und des Zolls zum Einsatz.

Ein Polizeihubschrauber in der Luft und am Boden die Reiterstaffel sowie mehrere Spürhunde unterstützen die Polizisten an den Kontrollstellen.

In der Zeit von 16 bis 23 Uhr kontrollierten 381 Beamte entlang der deutsch-polnischen Grenze rund 1154 Fahrzeuge und etwa 1177 Personen. Dabei stellten die Polizisten 15 Straftaten fest.

Darunter waren unter anderem zweimal der Verdacht der Hehlerei, acht Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, ein Verstoß gegen das Waffengesetz, zwei Verkehrsstraftaten und zwei Diebstahlsdelikte. Darüber hinaus wurden drei Haftbefehle vollstreckt.

Insgesamt 15 Verstöße gegen das Straßenverkehrsgesetz ahndeten die Polizeibeamten gegen Fahrzeugführer, die in zwölf Fällen unter Einwirkung von berauschenden Mitteln und dreimal unter Einfluss von Alkohol ihren Pkw lenkten.

An der Stadtbrücke in Görlitz stellten die Beamten gegen 17 Uhr bei zwei Fußgängern den illegalen Besitz von Betäubungsmitteln fest. Die zwei Männer hatten Crystal bei sich. Ein Fahrzeugführer stand unter dem Einfluss von Drogen. Für ihn endete die Fahrt. Eine Blutentnahme folgte.

Kurz nach 19 Uhr fiel den Ordnungshütern bei der Kontrolle eines Radfahrers ein Schlagring in die Hände. Der Mann wird sich nun wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten.

Auf dem Parkplatz Neiße an der BAB 4 herrschte ebenfalls reger Verkehr. Die Kontrollbeamten stellten hier unter anderem zwei Fahrzeugführer, die unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln standen, fest.

Ein 44-Jähriger fuhr mit seinem Pkw alkoholisiert und ohne Fahrerlaubnis in die Kontrollstelle. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von umgerechnet 1,18 Promille.

Weiterhin entdeckten Beamte der Bundespolizei im Laderaum eines Transporters 150 zum Teil neuwertige Fahrzeugreifen. Da der Verdacht der Hehlerei gegen die zwei Männer (29 und 41 Jahre) bestand, wurden die Reifen sichergestellt.

Wegen des Besitzes anaboler Steroide hat sich eine weitere Person zu verantworten. Die mitgeführte Menge überstieg das erlaubte Maß um das Einundzwanzigfache.

Zudem fiel den Ordnungshütern ein per Haftbefehl gesuchter 55-jähriger Mann in die Hände. Sein Auto war zudem mit gestohlenen Kennzeichen versehen. Weiterhin führte er sein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert in Höhe von 1,48 Promille. Ferner konnte er eine geforderte Geldsumme von 2400 Euro nicht entrichten und wurde daher in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.