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| 17:19 Uhr

Kommunalwahl
Große Vielfalt zur Stadtratswahl

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Logo Wahlen 2019 FOTO: LR / Janetzko, Katrin
Weißwasser. Der Wahlausschuss in Weißwasser lässt acht Wahlvorschläge zu. Die FDP dagegen darf am 26. Mai nicht antreten. Von Christian Köhler

Mit erhöhtem Interesse haben am Donnerstagnachmittag mehrere Weißwasseraner die Sitzung des Gemeindewahlausschusses verfolgt. Immerhin geht es um nichts weniger als um die Zulassung von Kandidaten von Parteien und Wählervereinigungen zur Weißwasseraner Stadtratswahl, die am 26. Mai ansteht. Die Vorsitzende des Ausschusses, Esther Liebal, hat immerhin gleich zu Beginn mehrere Vertrauenspersonen der Wählervereinigungen und Parteien begrüßen können. „Wir haben bis zum 21. März neun Wahlvorschläge erhalten“, erklärt sie zu Sitzungsbeginn.

Die RUNDSCHAU stellt im Folgenden nun die einzelnen Wahlvorschläge samt Kandidaten vor:

Gleich der erste Wahlvorschlag hat für alle Anwesenden eine Überraschung aufgeboten: Im Februar dieses Jahres nämlich hat sich eine neue, nicht-mitgliedschaftliche Wählervereinigung in Weißwasser gegründet: „Für unser Weißwasser“. Sämtliche Unterlagen seien form- und fristgerecht eingereicht worden, hieß es. „Weil die Wählergemeinschaft noch nicht im Stadtrat und auch nicht im Landtag vertreten ist, mussten, um zur Wahl zugelassen zu werden, mindestens 80 Unterstützungsunterschriften geleistet werden“, erklärt Esther Liebal. „Für unser Weißwasser“ hat 87 Unterschriften erhalten und ist damit zur Ratswahl zugelassen. Karin Ott tritt als einzelne Bewerberin zur Wahl an.

Die FDP will ebenfalls zwei Bewerber ins Rennen schicken. Weil die Freien Demokraten allerdings ebenfalls weder im Stadtrat noch im aktuellen Landesparlament vertreten sind, ist die Partei ebenfalls auf Unterstützungsunterschrifen angewiesen, um bei der Ratswahl antreten zu können. „Insgesamt liegen 29 Unterschriften vor“, berichtet Esther Liebal und erklärt: „Das ist zu wenig, um zugelassen zu werden.“ Der Wahlausschuss hat den Wahlvorschlag damit zurückgewiesen.

Zugelassen zur Stadtratswahl hingegen ist die CDU, die mit elf Kandidaten ins Rennen geht: Bernhard Waldau, Thomas Krause, Andreas Kaulfuß, Joachim Werlich, Matthias Kaiser, Peter Bartoschek, Diana Riedel, Martin Möller, Oliver Schautschick, Veronika Stohmann und Inge Lehmann.

Problemlos hat die Partei „Die Linke“ ihre Zulassung erhalten. Die bereits im Stadtrat vertretenden Genossen gehen mit neun Bewerbern ins Rennen: Gudrun Stein, Hans-Eckhard Rudoba, Bianka Hetmank, Wolfgang Neumann, Hella Gramer, Michael Hensel, Gerhard Krüger, Irina Herrmann und Dierk Kunow sind die Kandidaten.

Die Wählervereinigung „Klartext“ stellt mit 18 Bewerbern um ein Stadtratsmandat die größte Kandidatenliste: Timo Schutza, Andreas Friebel, Hartmut Schirrock, Frank Konietzky, Petra Brünner, Steven Knobel, Kerstin Münzberg, Dirk Rohrbach, Volkmar Broddack, Wilfried Haenelt, Sascha Melcher, Geralf Roth, Udo Lehmann, Robert Seidel, Daniel Mühl, Marcel Barthel, Andreas Schmidt und Robin Szöke. Die nicht-mitgliedschaftliche Wählervereinigung ist ebenfalls zur Wahl zugelassen. Sie benötigt, weil sie mit derzeit sechs Personen im Stadtrat vertreten ist, auch keine Unterstützungsunterschriften.

Das trifft auch auf die SPD zu, die mit neun Kandidaten in den Wahlkampf startet: Kathrin Jung, Petra Greiner, Sandra Bolano Salazar sowie Frank Schuster, Rüdiger Mehley, Max Olbrich, Enrico Blauth, Knut Olbrich und Ronald Krause.

Auch der Wahlvorschlag der Partei Bündnis 90/Die Grünen ist vom Ausschuss zugelassen worden. Mit Dr. Norman Dahley tritt für die Grünen ein Bewerber an. Weil die Partei im Landtag vertreten ist, waren keine Unterschriften zu leisten.

Die Wählergemeinschaft für Kinder, Jugendliche und Familie (KJiK) ist vom Ausschuss ebenfalls für die Ratswahl zugelassen worden. Antreten werden für KJiK Alexander Marko, Bernd Frommelt, Silke Krahl, Christian Hoffmann, Manuela Marschner, René Blümel und Karl Lustig.

Als achten Wahlvorschlag ist die Partei Alternative für Deutschland (AfD) für die Ratswahl zugelassen worden. Von den sieben Bewerbern ist jedoch ein Kandidat von der Wahlliste gestrichen worden. „Uns liegt von dem Bewerber Enrico Just keine Einverständniserklärung vor, dass er zur Wahl antreten möchte“, richtet sich Esther Lieball an die Vertrauensperson der AfD. Die wiederum erklärt, dass dies kein Problem sei und man den Bewerber nun streichen wolle. Damit treten für die AfD sechs Kandidaten für den Weißwasseraner Stadtrat an: Jens Glasewald, Felix Hundt, Roberto Kuhnert, Steffen Kleinsimon, Hermann Holdt und Berndfried Heigwer.

In gut acht Wochen werden also insgesamt 22 Stadträte für Weißwasser gewählt. „Jeder Wahlberechtigte hat dann drei Stimmen, die er auf den Wahlzetteln verteilen kann“, erläutert Esther Liebal. Am 26. Mai können dann alle interessierten Einwohner ab 18 Uhr der Auszählung der Stimmen im Rathaus beiwohnen. „Allerdings ist festgelegt, dass zuerst die Stimmzettel zur Europawahl, dann die von der Kreistagswahl und zum Schluss erst die der Stadtratswahl ausgezählt werden.“ Ob also bereits am 26. Mai ein vorläufiges Ergebnis zur Stadtratswahl genannt werden kann, stehe noch nicht fest, so die Vorsitzende des Wahlausschusses.