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| 21:43 Uhr

Sauberes Weißwasser
Große Müllaktion am Weißwasseraner Smaragdsee

Nancy Sauer (Mitte) vom Geopark war mit fleißigen Helfern am Montag bei der Müllaktion am Smaragdsee in Weißwasser zugange. Foto: Martina Arlt
Nancy Sauer (Mitte) vom Geopark war mit fleißigen Helfern am Montag bei der Müllaktion am Smaragdsee in Weißwasser zugange. Foto: Martina Arlt FOTO: Arlt Martina
Weißwasser. Helfer befördern viel Unrat an die Oberfläche. Von Martina Arlt

Mehr als 20 fleißige Helfer machten sich am Montagnachmittag mit Müllzangen und -beuteln auf den Weg zum Smaragdsee. „Immerhin gibt es 400 Restlöcher im Muskauer Faltenbogen.  Doch dieser See wurde im vergangenen Jahr getauft, und  wir nutzen das Gewässer gern für unsere Umweltbildung. Hier wird aber auch gern gebadet.“ Deswegen sei man bemüht, so Nancy Sauer vom Geopark Muskauer Faltenbogen, den See von Müll zu befreien. Es gelang, den Tauchsportclub Aqua-Team mit René Blümel und seine Jugendgruppe mit ins Boot zu nehmen. Ebenso gab es Unterstützung von der Stadt Weißwasser und der Aktion Weißwasser.

Der See hat saures Wasser und ist schon schwer zugänglich. Doch mit Hilfe der Taucher wird die Säuberung der Flachwasser- und Uferbereiche sozusagen unter Wasser vorgenommen. Auch dort kommt viel Müll zum Vorschein. Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) half beim Müllsammeln.

Robert Ehmann von „Aktion Weißwasser“ initiierte vor über zwei Jahren die erste dieser Aktionen mit. Mit dabei war Montag auch Sabrina Richter. Sie scheute die 30 Grad Sommerhitze nicht und sagte: „Ich würde hier auch baden gehen, doch der Anfahrtsweg ist sehr weit, und es ist viel zu laufen. Doch dazu müssen natürlich auch die Scherben aus dem Wasser verschwinden. Ich bin immer bereit, mich für eine saubere Umwelt einzusetzen“, so die 24-Jährige aus Weißwasser. Auch die siebenjährige Lucy scheute keine Mühen und sammelte  Müll am See auf. Susanne Schrenk war schon bei den vergangenen Reinigungsaktionen mit von der Partie: „Bei so einer Müllaktion kommt immer etwas Gutes herum. Hier war ich schon als Kind baden. Ein sauberes Umfeld ist mir deshalb wichtig“, sagt sie. Die Leute würden ja auch alles in den See schmeißen, das sei sehr unvernünftig. Seit 2009 ist der heute 66-jährige Jürgen Siegemund Geoparkführer. Auch er half Montag bei der Beräumung. „Das ist hier die ehemalige Grube Hermann, das ist mein Einzugsgebiet“, erklärt er

Anschließend wurde bei der Waldeisenbahn gemeinsam gegrillt.