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Große Freude bei kleiner Paula

Eine echte Herausforderung. 21,1 Kilometer sind beim Halbmarathon zu bewältigen. Hier gab es auch mit 129 Teilnehmern die meisten Starter.
Eine echte Herausforderung. 21,1 Kilometer sind beim Halbmarathon zu bewältigen. Hier gab es auch mit 129 Teilnehmern die meisten Starter. FOTO: I. Tschätsch/igt1
Boxberg. 414 Teilnehmer starten beim 9. Pfingstlauf um den Bärwalder See. Die Traditionsveranstaltung lebt vom Engagement vieler Helfer. So unterstützen Feuerwehrkameraden den Sportverein. Von INGOLF TSCHÄTSCH / igt1

Ein wolkenverhangener Himmel und gelegentliche Regenschauer haben 414 Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche am Sonntag nicht davon abgehalten, am 9. Pfingstrennen um den Bärwalder See in Boxberg teilzunehmen. Michael Meltzer, Vorsitzender des veranstaltenden Vereins Sportfreunde Bärwalder See, gewann den nicht optimalen Witterungsbedingungen sogar etwas Positives ab. "Zum Laufen ist es heute gut, besser als im vorigen Jahr. Da hatten wir Sturm", erklärte er. Dennoch wurde 2016 mit 496 Laufenthusiasten ein Rekord aufgestellt.

Jüngster Sportler war dieses Mal der dreijährige Johann Ullrich vom Eislaufverein Dresden und der älteste Akteur der 83-jährige Armin Zosel vom TSV 1862 Radeburg, der auch 2016 dabei war und über die zehn Kilometer startete. Ein Ausnahmeathlet übrigens - Seniorenweltmeister in seiner Altersklasse. Neben Zosel nahmen noch zwei Männer im Alter von 80 bis 84 Jahren diese Strecke unter ihre Laufschuhe. Am Ende erreichte der Radeburger in der Gesamtwertung unter 126 Teilnehmern einen viel beachteten 55. Platz. In seiner Altersklasse musste er sich nur Klaus-Dieter Tschirner von Lok Schleife beugen. Meltzer und seine Mitstreiter hatten wieder zahlreiche Helfer und Sponsoren an ihrer Seite, ohne die ein solches Event einfach nicht möglich wäre. So waren beispielsweise Kameraden aller rings um den See ansässigen Feuerwehren im Einsatz. Aus Boxberg selbst konnte der Verein erneut auf die Unterstützung einer Gruppe älterer Männer und Frauen mit Horst Jannack bauen. Der 76-Jährige war begleitete beim Halbmarathon den Läufertross mit dem Fahrrad, um die Teilnehmer unter anderem bei Bedarf mit Trinkwasser zu versorgen. Immerhin eine Strecke von 21,1 Kilometern. "Horst ist unser Zugpferd", so Meltzers Kommentar.

Das Bild gegen 9 Uhr bestimmten zahlreiche Mütter und Väter mit ihren Sprösslingen. Der Lauf der Jüngsten bis acht Jahre bildete den Auftakt der Veranstaltung. Gekommen war auch René Bittner von der Laufgruppe Klitten mit seiner erst vierjährigen Tochter Paula. "Sie nimmt heute das erste Mal an solch einem Rennen teil. Wir treiben viel Sport in der Familie, fahren regelmäßig Fahrrad und wandern beispielsweise. Paula hat Spaß daran. Ich selbst bin aktiver Läufer, werde hier noch den Halbmarathon absolvieren", erzählte der Vater der RUNDSCHAU.

Seine Tochter machte ihm am Ende alle Ehre. Für Paula mit der Startnummer 8120 blieb die Uhr im Ziel bei vier Minuten und 57 Sekunden stehen. Das bedeutete Platz neun bei den Mädchen. Sieger wurde Theresa Hesse vom TV 1848 Bischofswerda in der Zeit von drei Minuten und acht Sekunden. Sie ist aber im Vergleich zu Paula auch zwei Jahre älter. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass Vater René den Erfolg der Bittners komplettiert hat. Beim Halbmarathon sprangen für ihn im Gesamtklassement ein 34. Platz und ein achter in seiner Altersklasse (Männer 35) heraus.

Besondere Leckerbissen bei diesem Pfingstlauf vor allem für Insider waren erneut die längeren Strecken - die zehn Kilometer und der Halbmarathon. Hier waren mit 126 beziehungsweise 129 Startern auch die größten Teilnehmerfelder zu verzeichnen. Sabine Mönch von der Erlebniswelt Krauschwitz lief beim Halbmarathon bei den Frauen insgesamt die viertbeste Zeit. In ihrer Altersklasse (Frauen 50 Jahre) bedeuteten die eine Stunde, 41 Minuten und elf Sekunden für die 21,1 Kilometer sogar den Sieg.