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Große Angebotsvielfalt für die Berufsausbildung

Arne Belke (links) ist im ersten Lehrjahr zum Sozialassistenten und möchte einmal Erzieher werden. Die stellvertretende Schulleiterin des BSZ, Petra Weidner (4.v.l.), unterstützt ihn dabei.
Arne Belke (links) ist im ersten Lehrjahr zum Sozialassistenten und möchte einmal Erzieher werden. Die stellvertretende Schulleiterin des BSZ, Petra Weidner (4.v.l.), unterstützt ihn dabei. FOTO: mat1
Weißwasser. Einmal im Jahr laden Lehrer und Schüler des Beruflichen Schulzentrums (BSZ) Weißwasser in der Jahnstraße zu einem Tag der offenen Tür ein. Am Samstag haben sich Interessenten im BSZ umgesehen und sich über die Angebote informiert. Martina Arlt / mat1

Mehr als 200 Besucher haben am Samstag den Tag der offenen Tür des Beruflichen Schulzentrums in Weißwasser (BSZ) genutzt und schauten sich näher in der Einrichtung um. Die Türen von den Fachkabinetten standen an diesem Tag weit offen. Gern gaben die Lehrer auf viele Fragen die fachlichen Antworten. Auf Wunsch führte die stellvertretende Schulleiterin Petra Weidner die Gäste durch das großzügig gestaltete Schulgebäude. Die Modernisierung der Schulteile wurde 2014 fertiggestellt und somit finden die Schüler und Lehrer moderne Voraussetzungen für die Berufsausbildung in diesem Haus vor.

Derzeit lernen fast 800 Schüler bei 49 Lehrern und zwei Referendarinnen im BSZ in Weißwasser. Die Schüler kommen meist aus der Region, aber einige reisen auch oft mit dem Zug von Görlitz an. Denn die Bildungsangebote und die Auswahl für ein berufsvorbereitendes Jahr sind vielfältig: Holz/Metall, Wirtschaft und Verwaltung, Hauswirtschaft; Fachoberschule: Wirtschaft/Verwaltung, Technik und Soziales.

Zu den Ausbildungsberufen gehören darüber hinaus Mechatroniker, Industriemechaniker, Elektrotechniker, Tischler, Fachkraft für Metalltechnik, Grundstufe Metalltechnik, Grundstufe Elektrotechnik, Verkäufer, Sozialassistent, Krankenpflegehelfer, Berufsgrundbildungsjahr Holztechnik, Informations- und Systemelektroniker.

Auch fünf Unternehmen der Tischler-Innung des Landkreises Görlitz, die Firma SKM Boxberg, die Maja-Möbel Wittichenau, die Theater-Servicegesellschaft Zittau sowie das Familienunternehmen Kunze aus Weißwasser haben den Tag der offenen Tür genutzt und sich den Jugendlichen vorgestellt.

Besonders gern werden die Berufe im Bereich Sozialassistent oder auch Krankenpflegehelfer gewählt. Das sind dann meist die jungen Leute, die in der Region bleiben möchten. "Wer beispielsweise den Beruf zum Erzieher gewählt hat, muss als Voraussetzung die Ausbildung zum Sozialassistenten in der Tasche haben", erklärt Petra Weidner. Das BSZ arbeitet sehr gut mit umliegenden Schulen zusammen. Jährlich werden für die Schüler auch Berufsorientierungstage organisiert.

"Unsere Angebotspalette ist breit gefächert. Wir bilden in den Bereichen Elektrotechnik, Holztechnik und Metalltechnik sowie Handel aus. Es kann das Berufsgrundbildungsjahr in der Holztechnik absolviert werden. In den Berufsvorbereitungsklassen kann ein dem Hauptschulabschluss entsprechender Bildungsstand erreicht werden", so Petra Weidner weiter.

Wer sich nicht für das Gymnasium entschieden hat, dennoch einen höheren allgemeinbildenden Abschluss erreichen möchte, kann sich für die Fachoberschule anmelden. Es gibt die Fachrichtungen Wirtschaft, Verwaltung und Technik. Nach zwei Jahren erreichen dann die Schüler die Allgemeine Fachhochschulreife und können damit an allen Fachhochschulen Deutschlands studieren.

Es werden jedoch nicht nur Schulabgänger angesprochen. Auch für Berufstätige bietet das BSZ berufsbegleitend den Abschluss zum Staatlich geprüften Techniker an. "Das große Ziel ist es immer, unsere jungen Leute auf den richtigen beruflichen Weg zu bringen, damit sie in unserer Region bleiben", erläutert Petra Weidner.