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| 06:49 Uhr

Feuwehren weiter vor Ort
Großbrand im Tagebau Reichwalde gelöscht

Der Großbrand im Tagebau Reichwalde, der Mittwochnachmittag auf einem Kohleflöz ausgebrochen ist, ist gelöscht. Es sind aber weiterhin Feurwehren vor Ort, um  beim Aufflammen möglicher Glutnester sofort eingreifen zu können.
Der Großbrand im Tagebau Reichwalde, der Mittwochnachmittag auf einem Kohleflöz ausgebrochen ist, ist gelöscht. Es sind aber weiterhin Feurwehren vor Ort, um beim Aufflammen möglicher Glutnester sofort eingreifen zu können. FOTO: Leag
Reichwalde. Der Brand, der am Mittwochnachmittag auf einem Kohleflöz im Tagebau Reichwalde (Landkreis Görlitz) ausgebrochen ist, ist gelöscht. Um die Gefahr eines Wiederaufflammens durch Glutnester einzudämmen, sind aber weiterhin Kameraden der Feuerwehr vor Ort.

Das Kohleflöz hatte sich am Mittwoch gegen 14 Uhr entzündet. Der Brand breitete sich auf eine Länge von 2000 Metern und die Bandanlage aus. Außerdem hatten die Flammen laut Leag-Pressesprecher Thoralf Schirmer über 700 Meter von der Bandanlage ergriffen. Starker Wind und die Trockenheit der vergangenen Tage heizten das Feuer an.

Laut Energieversorger Leag waren in der Nacht zu Donnerstag 200 Einsatzkräfte und 50 Löschfahrzeuge vor Ort, um das Feuer in den Griff zu bekommen. Auch aus Brandenburg eilten Kameraden der Feuerwehr zu Hilfe. Ein Hubschrauber der Bundeswehr kreiste mit einem Löschsack über dem Tagebau.

Auch, wenn der Brand am Donnerstagmorgen gelöscht war, es sind weiterhin Feuerwehren vor Ort, um sofort eingreifen zu können, falls es noch unentdeckte Glutnester gibt, die durch Wind wieder aufflammen könnten, teilt die Leag mit. „Die Brandursache steht nicht noch nicht fest. Die Ursachen- und Schadensermittlung läuft“, informiert Kathi Gerstner, Pressesprecherin der Leag, auf Rundschau-Nachfrage. Es stehe aber schon einmal fest, dass die Antriebsstation der betroffenen Bandanlage nicht beschädigt wurde.

Kohleflöz im Tagebau Reichwalde in Flammen FOTO: lausitznews.de

Wann die Kohleförderung wieder aufgenommen werden kann, ist noch nicht klar. Ziel sei es aber, dies schnellstmöglich tun.

Die Rauchsäule des Brandes war bis nach Cottbus zu sehen. Messwagen untersuchten die Luft auf Schadstoffe, um die Bürger vor möglichen Gefahren zu bewahren.

Wie die Leag informiert, sind die aufsteigenden Rauchschwaden nicht giftig. Dennoch wird die Bevölkerung gebeten, aufgrund der Rauchbelästigung Fenster und Türen geschlossen zu halten. Verletzt wurde durch den Brand niemand.

Die Versorgung des Kraftwerkes Boxberg ist gesichert. Diese erfolgt über den Tagebau Nochten.

(lsc/pm)