(ni) Donnerstagvormittag gab die Leag Entwarnung. Der Mittwochnachmittag auf einer Fläche von zehn mal zehn Meter ausgebrochene Brand auf der Arbeitsebene der Kohleförderung im Tagebau Reichwalde, der sich auf einer Länge von 2000 Metern ausdehnte und auch die Bandanlage zum Transport der Kohle auf einer Länge von 700 Metern vom Brand betroffen war, konnte in den Abend- und Nachtstunden gelöscht werden, hieß es da.

Doch schon wenige Stunden später durchkreuzte das Wetter mit dem erneut aufkommenden stürmischen Böen den Plan der Bergleute. „Unsere schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden. Der starke Wind hat die Glutnester wieder entfacht und nun brennt erneut ein größerer Teil einer Spross vom Kohleflöz“, bestätigte Leag-Sprecherin Kathi Gerstner gegen 13.30 Uhr auf RUNDSCHAU-Anfrage. Denn seit etwa 12 Uhr waren erneut mehrere Löschfahrzeuge in Richtung Tagebau Reichwalde unterwegs. „Unsere Werksfeuerwehr hat 13 freiwillige Wehren aus dem Umland um Unterstützung gebeten.“ Dazu gehört auch die Feuerwehr Weißwasser, die um 12.10 Uhr den Einsatzbefehl bekam. Hinter diesen und rund 200 Einsatzkräften von über 30 Feuerwehren aus Sachsen und Brandenburg lagen heftige Einsatzstunden seit dem Ausbruch des Feuers. Mehrere Feuerwehren waren am Morgen im Einsatz geblieben, um im Falle wieder aufglimmender Glutnester eingreifen zu können. Aktuell ist auch ein Hubschrauber der Bundeswehr im Einsatz mit einem Wasserbehälter und diesen wieder und wieder über dem brennenden Kohleflöz auskippt, derweil die Kohle vor sich hin brennt und alle Anstrengungen darauf gerichtet sind, die Flammen zu ersticken und die Glutnester zu töten.