Finanzausschussvorsitzender Johannes Rackel hatte seinen Ratskollegen empfohlen, den Etat so abzusegnen, der aus seiner Sicht eine solide Basis für die Gemeinde darstelle.
Im Vorbericht zum Haushalt sprechen die Gablenzer noch einmal Klartext, heißt es doch dort: „Die Liquiditäts- und Finanzlage der Gemeinde ist stabil, so dass bisher keine Notwendigkeit gesehen wurde, die Eigenständigkeit der Gemeinde aufzugeben, da bei einem Zusammenschluss mit der Stadt Bad Muskau und der Gemeinde Krauschwitz aufgrund der finanziellen Situation der Stadt keinerlei Vorteile für die Gablenzer Bürger erkennbar sind.“
Wie Johannes Rackel ausführte, sei scheinbar die Talsohle bei den investiven Schlüsselzuweisungen, die die Gemeinde bekommt, durchschritten. Dazu führte er an, dass die Gemeinde im Jahr 2005 3400 Euro eingeplant, dann aber 10 200 Euro erhalten hatte. Eine Steigerung um rund 14 000 Euro gab es auch 2006. Für den Haushalt 2007 planen die Gablenzer 32 000 Euro ein. Um die in diesem Jahr geplanten Investitionen durchführen zu können, sei eine Entnahme von rund 61 700 Euro aus dem „Gemeindesparstrumpf“ geplant. Der Finanzausschusschef konnte hier gleich hinzufügen, dass die für 2006 geplante Entnahme vom Gesparten nicht notwendig werde. „Wir rechnen mit einem positiven Jahresabschluss 2006“ , so Rackel weiter.
Hauptaugenmerk bei den Investitionen legen die Gablenzer auf den Straßenbau. 115 000 Euro sind für Sanierungsmaßnahmen eingeplant, hieß es während der Ratssitzung. 57 000 Euro sollen dem Kromlauer Park zugute kommen, 18 500 Euro werden in die Sanierung der Gablenzer Kriegsgräber gesteckt. Das Projekt steht seit langem in der Diskussion (die RUNDSCHAU berichtete), Fördermittel sind beantragt worden, nun soll es 2007 losgehen. 15 000 Euro haben die Gablenzer für die Erneuerung des Kromlauer Springbrunnens eingeplant. Ziel sei es, so Bürgermeister Lothar Karger, den Pfingsten zum Park- und Blütenfest, sprudeln zu lassen.
Wie Johannes Rackel weiter informierte, arbeitet die Gemeinde auch an der Reduzierung der Schulden. Diese sollen Ende 2007 bei rund 82 000 Euro und damit 44,28 Euro je Einwohner liegen. Ende 2006 betrugen sie rund 115 000 Euro .