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| 01:03 Uhr

Grippe-Pikser wird immer beliebter

Weißwasser.. Spätestens Anfang November soll wieder Impfstoff gegen die Grippe da sein. Das erklärte Dipl.-Med. Wolfgang Kirchner, Amtsarzt des NOL, auf eine Anfrage der RUNDSCHAU. Ingolf Tschätsch

Die Lokalredaktion hatte informiert, dass im Gesundheitsamt des Landkreises in Niesky Grippeschutzimpfungen zurzeit nicht möglich sind, weil der Impfstoff ausgegangen ist.
Auch Dr. med. Karl-Peter Lippold rechnet damit, dass er in den kommenden Tagen in seiner Praxis in Krauschwitz weiter gegen die Grippe piksen kann. Der Facharzt für Allgemeinmedizin wartet ebenfalls auf neue Dosen. „Ich bin wirklich blank“ , sagte er.
Die RUNDSCHAU hatte gestern in einem Bericht (Seite 3 der Gesamtausgabe) darauf verwiesen, dass in der Lausitz eine höhere Bereitschaft der Bevölkerung bestehe, sich gegen die Influenza immunisieren zu lassen. Deshalb sei es zu Engpässen bei der Bereitstellung des Impfstoffes gekommen.
Auch im NOL wird die Grippeschutzimpfung zunehmend von den Bürgern als wichtige Maßnahme der Vorsorge betrachtet.
„Ein Ausdruck des gewachsenen Gesundheitsbewusstseins“ , wie Dr. med. Lippold erfreut feststellt. Der Krau schwitzer Mediziner verweist darauf, dass die Schutzimpfung bereits seit Jahren in zunehmendem Maße angenommen wird. „Im vorigen Jahr ließen sich bei mir rund 1000 Patienten immunisieren. In diesem Herbst sind es zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits schon 700“ , so der Arzt. Warum immer mehr Leute sich den Pikser verpassen lassen, hat für ihn noch einen anderen Grund: „Der Impfstoff wurde mit den Jahren immer besser. Das heißt auch, die Nebenwirkungen sind deutlich zurückgegangen. Wenn ich noch an die ersten Jahre der Schutzimpfungen zurückdenke, da waren manche tatsächlich nach der Spritze für einige Zeit außer Gefecht gesetzt. Das hat nicht wenige davon abgehalten, sich nicht gegen Grippe impfen zu lassen. Heute ist das anders.“
Amtsarzt Wolfgang Kirchner hat auch die Erfahrung gemacht, dass sich die Personenstruktur der Impfwilligen verändert hat. Früher sei mit einem festen Stammkreis oftmals Älterer zu rechnen gewesen. „Heute sieht man immer mehr neue, auch jüngere Gesichter“ , so Kirchner.