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| 16:15 Uhr

Teicha
Phenolverdacht in Graben bei Teicha

Teicha/Rietschen. Ein Giftverdacht sorgt in Teicha für Unruhe. Von Torsten Richter-Zippack

Mit einem Graben bei Teicha stimmt etwas nicht. Dort riecht es ganz unangenehm, hat der Rietschener Gemeinderat Jan Anders (CDU) festgestellt. Möglicherweise handele es sich um Phenol. Diese Verbindung war Abfallprodukt des einstigen Feuerfestwerkes (Fema) in Rietschen. Das Werksgelände ist bereits Anfang dieses Jahrzehnts saniert worden.

Nach Angaben von Bürgermeister Ralf Brehmer (SPD) handelt es sich bezüglich des Grabens um einen gewöhnlichen Prozess. Der Geruch rühre vom Schwefelwasserstoff her, der von einer natürlichen Verwesung stammt. Allerdings könne nicht gänzlich ausgeschlossen werden, dass sich in der Umgebung des Werkes tatsächlich noch Phenol befindet. Diese Verbindung gilt als ausgesprochen giftig.

Bereits im vergangenen Jahr hatte es einen Vor-Ort-Termin mit der Wasserbehörde gegeben. In den Gräben östlich des Gewerbegebietes Ziegelei Rietschen wurde aufgrund des natürlichen Vorhandenseins von Raseneisenstein Eisenwasser gefunden. Es gebe keine Anzeichen von Kontaminationen aus Altlasten, sagt Kreissprecherin Julia Bjar.