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| 22:05 Uhr

Indianerfilm-Star kommt im März in Soziokulturelle Zentrum
Gojko Mitic erzählt Filmgeschichten in Weißwasser

 Gojko Mitic ist Gast in der Hafenstube in Weißwasser.
Gojko Mitic ist Gast in der Hafenstube in Weißwasser. FOTO: Agentur
Weißwasser . Defa-Chefindianer Gojko Mitic kommt im März nach Weißwasser. Und es gibt sogar schon Anfragen auf Russisch im Soziokulturellen Zetrum. Am Wochenende gibt es erstmal Poetry-Slam. Von Christian Köhler

Dass es im Soziokulturellen Zentrum nach dem turbulenten Dezember mit Weihnachtsmarkt und Christmas-City im neuen Jahr entspannter zugeht, davon kann keine Rede sein. „Wir haben das erste Quartal 2019 durchgeplant“, erklärt Timo Schutza, „und es sind einige Highlights dabei, die freilich auch jede Menge Arbeit für uns machen“. Das aber nehme man in Kauf, um ein abwechslungsreiches Programm für die Weißwasseraner und die Gäste zusammenzustellen.

Als ein wohl besonderes Schmankerl für alle Defa-Film-Fans dürfte Gojko Mitic gelten, den der Verein mobile Jugendarbeit und Soziokultur nach Weißwasser holt. Er ist immer wieder ein gern gesehener Gast in der Lausitz. „Wir haben nach Formaten gesucht, die nicht nur die Jugend ansprechen“ begründet Timo Schutza. Als über den Buschfunk bekannt wurde, dass Gojko Mitic am 22. März in die Hafenstube kommen würde, „haben wir bereits Anfragen für Reservierung in russischer Sprache erhalten“, berichtet Schutza mit einem Lächeln.

Allerdings habe man bei dem Veranstaltungsplan immer darauf geachtet, möglichst viele Generationen anzusprechen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es zu Ostern die zweite Auflage der „Erwachsenenparty“ mit einer Depeche-Mode-Coverband geben wird. Zuvor im März wird wieder zum Kleidermarkt für Kinder geladen – „Interessenten können sich gern schon jetzt bei uns melden“. „Die Lehrer der Kreismusikschule Dreiländereck haben sich auch für eines ihrer Konzerte bei uns gemeldet und laden am 13. April in die Telux-Säle“, erklärt Timo Schutza.

Er sei zudem besonders stolz darauf, dass man einen Ex-Weißwasseraner für eine Buchlesung gewonnen habe. „Der Kontakt zu Tristan Anderholm kam über einen Privatkontakt zustande“, erzählt Timo Schutza, „und das drei Tage, bevor wir unser Programmheft in den Druck gegeben haben“. Anderholm liest aus seinem Buch „Vertraute Seelen“, in dem es um eine Kindesgeschichte im sozialistischen Weißwasser geht, was sich durch die Wende 1989 völlig veränderte.

Neben dem regelmäßig stattfindenen „Seitenquiz“ – das erste am 16. Februar ist ausverkauft, berichtet Sebastian Krüger vom Verein – gibt es Anfang 2019 auch jede Menge Live-Konzerte. So spielen nicht nur das niederländische Duo „Wolf & Moon“ und die Metal-Band „Sisters of Suffocation“ in der Hafenwerkstatt auf, sondern auch die Rock ’n’ Roll-Band „The Mean Machines“ aus Weißwasser lassen wieder etwas von sich hören. „Wir haben uns eine kreative Pause im vergangenen Jahr genommen“, erzählt Sebastian Krüger auf Nachfrage. Die Band sei aber dennoch kräftig am Proben gewesen und habe an neuen Werken gefeilt, die sie den Weißwasseranern gern am 30. März vorspielen würden. „Es ist mir außerdem ein Anliegen bei dem Auftritt, einen Teil der Einnahmen für die deutsche Krebshilfe zu spenden“, erklärt der Sänger und Mitarbeiter des Soziokulturellen Zentrums.

„Wir haben also viel vor und suchen noch Mitstreiter, die sich gern bei uns melden können“, sagt Timo Schutza. Auch seien die Mietanfragen an der Einrichtung derart gestiegen, dass diese gar nicht befriedigt werden könne. „Wir achten deshalb darauf, dass wir Kulturveranstaltungen bevorzugen“, so Schutza, „weil wir nicht jedem Wunsch stattgeben können“.