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| 03:06 Uhr

Görlitzer Museen laden zur Verabredung mit dem Adel

Görlitz. Im Begleitprogramm zu den Görlitzer Adels-Ausstellungen starten das Kulturhistorische und das Schlesische Museum zu Görlitz im Oktober mit einem neuen Veranstaltungsformat. Beginnend ab 5. pm/dpr

Oktober laden die beiden Museen sonntags ab 14 Uhr zu einer "Verabredung mit dem Adel" ein.

Konkret sehe das so aus, informiert Kerstin Gosewisch von den Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur, dass nach einer Führung durch die Ausstellung "Beharren im Wandel" im Kaisertrutz am Nachmittag ab 15. 15 Uhr im Schönhof Gespräche mit Angehörigen von Adelsfamilien geführt werden können, die sich in unterschiedlichen Bereichen engagieren.

Am kommenden Sonntag, dem 5. Oktober, ist zunächst Marie Therese von Werner zu Gast. Sie gehöre zu den Gründungsmitgliedern des Kindergartens und der Bildungsstätte Hedwig e.V. Muhrau/Morawa. Nachkommen der ehemaligen Schlossbesitzer aus der Familie von Wietersheim-Kramsta, heißt es dazu weiter, haben 1993 einen Kindergarten gestiftet und gegründet. Der Kindergarten steht in freier Trägerschaft und wird nach der Montessori-Pädagogik geführt. Die Bildungsstätte Akademie Hedwig wurde 1994 gegründet, die transgenerationelle deutsch-polnische Begegnungen organisiert. Eintritt: acht Euro.

Bereits am heutigen Samstag ab 14 Uhr laden die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur zu einer Führung von "Von A wie Ameiß bis Z wie Zur gekrönten Schlange” durch das Barockhaus Neißstraße 30 ein. Die Geschichte des Hauses wird bei diesem Rundgang durch die mehr als 40 Räume auf zwei Etagen sicht- und erlebbar. Das Görlitzer Bürgerhaus wurde 1726 bis 1729 errichtet. Es ist bereits über 200 Jahre ein Ort der Wissenschaften und Künste, seit die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften 1804 durch Schenkung ihres Gründers Karl Gottlob von Anton Eigentümer wurde. Seit 1951 nutzt das Kulturhistorische Museum das Barockhaus Neißstraße 30 als Ausstellungsgebäude. Heute führen die prachtvoll ausgestattete Ameiß´sche Wohnung und die früheren Geschäftsräume im ersten Obergeschoss eindrucksvoll bürgerliches Leben um 1750 vor Augen.

Auch ein Blick in den Büchersaal der Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften lohne sich. Die Vermächtnisse der Gesellschaftsgründer, Adolf Traugott von Gersdorf und Karl Gottlob von Anton, bilden den Grundstock.