Allerdings handelte es sich zum Glück nicht um Ernstfälle, sondern sie entpuppten sich als Szenarien für die fächerübergreifende Abschlussübung der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) zum Ende des Ausbildungsabschnittes, teilt die Bildungseinrichtung mit. Die künftigen Polizeikommissare konnten dabei in Vorbereitung auf die Prüfung unter realen Bedingungen ihr angeeignetes Wissen unter Beweis stellen. So ermittelten sie im Fall der 14-jährigen Selina, die nicht in der Oberschule angekommen war. Dafür war ein Abschiedsbrief im Zimmer der Schülerin gefunden worden. Rund 25 Beamte, darunter auch ein Hundeführer der Polizeidirektion Görlitz mit seinem Fährtenhund, suchten zunächst vergebens mögliche Aufenthaltsorte ab. Mit der Unterstützung eines Polizeihubschraubers konnte die 14-Jährige dann in der Nähe des Wehres an der Neiße gefunden werden. Sie war durchgefroren, konnte aber ansonsten den Eltern wohlbehalten übergeben werden. Die Vermisste, wie auch die Mädchen in den anderen Fällen, wurden von Schülerinnen der Oberschule Rothenburg "gespielt". Auch Dank der Unterstützung der Eltern gelang eine Übung unter realen Bedingungen, heißt es in der Pressemitteilung.

Übungsleiter Polizeidirektor Jürgen Siegert: "Unsere Studierenden mussten zum Teil an ihre Grenzen gehen, um die Vielzahl der Informationen zu verarbeiten und den richtigen Faden zu finden. Dass sie ihre Aufgaben erfolgreich lösen konnten, spricht für ihre gute Ausbildung."