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| 03:05 Uhr

Gesunde Torte und verschlafener Amtsleiter

Manfred Richter und Reinhard Sprigade sorgten unter anderem für die Bewirtung der Narren.
Manfred Richter und Reinhard Sprigade sorgten unter anderem für die Bewirtung der Narren. FOTO: LR
Bad Muskau. Rund um den Gehalm in Bad Muskau sind die Gehsteige sehr malade und bedürfen dringend einer Sanierung. "Ich laufe dort lang wie eine Paluccaschülerin", fand Stadträtin Doris Noske (Bürgerverein) ihre ganz eigene Umschreibung für die Situation. aml/ni/rw/dpr

Seit nunmehr sechs Jahren öffnet der Verein zur Wahrung der demokratischen Grundrechte (Bürgerverein) sein Büro zum Bad Muskauer Karnevalsumzug, um Besucher wie Karnevalisten gleichermaßen zu bewirten. In diesem Jahr gab es Punsch, Kaffee und Glühwein, Fettschnitten und Krapfen. Für das leckere Backwerk sorgte Karin Schlammer. Fettverantwortlicher war Manfred Richter. "Wir machen das, um den Umzug zu unterstützen", so Stadtrat Michael Lang.

Die 25 Teilnehmer des Karnevalsumzugs in Bad Muskau hatten wirklich super Ideen. So nahm die Schützengilde gemeinsam mit den Ver- und Entsorgungswerken den Zustand bei der Brauerei auf die Schippe. "China-Konkurs: Ke-Pfeng do investiert in Bad Muskau". Aus der Brauerei will besagter "Investor" einen Palast zur himmlischen Ruhe machen.

Vom Karnevalsteam des Oleanders gab es nach dem Umzug am Samstag in Bad Muskau eine Torte für das gastgebende Prinzenpaar Anne Straßner und Sascha Kaßler. "Das sind ja alles gesunde Sachen. Damit kenne ich mich überhaupt nicht aus", kommentierte Zeremonienmeister René "Keule" Koinzer das Geschenk. Die Kohl-Torte zierten tolle "Blumen" aus Radieschen, Möhre und Rettich.

Vor gut einem Jahr begannen die Vorbereitungen für die Jubiläumsveranstaltung 20 Jahre Kleine Galerie Weißwasser unter dem Dach der Volkshochschule. Eine Weile hat Karola Petrick überlegt, wie sie eine entsprechende Ausstellung gestaltet. "Wenn wir von allen Künstlern, die bei uns ausgestellt haben, eine gemeinsame Schau hätten machen wollen, dann hätten wir anbauen oder aufstocken müssen", so Karola Petrick.

Die Winterpause ist im Findlingspark für Ausbesserungs- und Sanierungsarbeiten genutzt worden. Dazu gehörte auch, dass der Außenweg auf 600 Meter neues Material bekommen hat. "Anderswo braucht man dafür zehn Jahre Planungszeit", scherzte Ulrich Klinkert, Vorsitzender des Findlingspark-Fördervereins.

Im Findlingspark Nochten werden jährlich Tausende Pflanzen nachgezogen. "Für die haben wir uns die Sämereien zum Beispiel aus botanischen Gärten besorgt", erzählt Geschäftsführer Hans Ulbrich bei einem Pressegespräch zur Saisoneröffnung. Dann bemerkt er selbst, wie das klingt. "Ich habe sie aber nicht geklaut", so Ulbrich. "Obwohl es dir zuzutrauen wäre", lacht Fördervereinsvorsitzender Ulrich Klinkert.

Als es in der Trebendorfer Ratssitzung darum ging, ob nach wie vor noch viele Holzlaster die Sportplatzstraße nutzen, hatte Bürgermeisterin Kerstin Antonius (Wählervereinigung) eine Idee. "Tilo, du kannst das doch mal beobachten", sagte Antonius zu Gemeinderat Tilo Niemz. "Ich kann nicht den ganzen Tag draußen rumstehen", erwiderte er. Tilo Niemz ist beim Sportverein Trebendorf angestellt. Sein Arbeitsplatz ist also gleich neben der Sportplatzstraße.

In der Ratssitzung in Trebendorf ist es Tradition, dass Berichte zum Thema Bergbau gegeben werden. "Es ist nichts geschehen", so Wolfgang Zech, Bearbeiter Bergbau. "Das ist aber ein kurzer Bericht", hieß es deshalb von Bürgermeisterin Kerstin Antonius (WG Trebendorf).

Wenn es nach der RUNDSCHAU geht, dann hat die DDR jahrhundertelang existiert. Oder wie erklärt sich sonst, dass die Lieder von Armin Müller-Stahl vor 445 in der DDR entstanden sind. Zumindest ist das auf der Internet-Seite der LR Weißwasser zu lesen. In der gedruckten Fassung stimmt die Zahl. Journalisten und Zahlen - daraus wird wohl nie eine Freundschaft werden.

Es geht doch mit dem Teufel zu. Wenn in Zeitungsbeiträgen die Rede von Helmar Haasa von ITL-Weißkeißel ist, dann verändert sich doch fast immer das letzte a im Nachnamen in ein e. Dass ihn das nicht freut, wenn er plötzlich in Haase umbenannt wird, ist verständlich. Deswegen geloben wir Besserung.

Asche auf sein Haupt hat Steffen Seidlich, Amtsleiter in der Gemeindeverwaltung Schleife, in dieser Woche geschüttet. Der Gemeinderat Schleife musste über eine Satzung entscheiden. "Das hätte schon letzte Ratssitzung beschlossen werden können, wenn ich es nicht verschlafen hätte", lautete dessen Entschuldigung.

Herzliche Glückwünsche zum Stammhalter sprach Bürgermeister Reinhard Bork dem Schleifer Wehrleiter und Ratsmitglied Mario Klar aus. Um den Feuerwehrnachwuchs müsse er sich nun keine Sorgen mehr machen. Klar habe der demografischen Entwicklung nicht tatenlos zugesehen, sondern vorgemacht, wie man dieser entgegensteuern kann. "Den Damen und Herren Gemeinderäten sei das zur Nachahmung empfohlen", meinte Bork. Irgendwann sei mal Schluss damit, konterte augenzwinkernd der Senior in der Ratsrunde, Bernd Juskowiak.

Schleifes Bürgermeister Reinhard Bork ist nach einem mehrwöchigen Krankenhaus- und Reha-Aufenthalt wieder im Amt. Noch mit Gehhilfe "bewaffnet" leitete er die Ratssitzung am Dienstag im Sitzen und stapelte rückblickend wohl ein bisschen tief, als er feststellte: "Ich war einige Tage nicht da". Er nutzte die Chance, um sich für sämtliche Genesungswünsche, Telefonate und Besuche herzlich zu bedanken.

Einmal ist Weißkeißels Gemeindearbeiter Henri Hänchen bei einer Ratssitzung entschuldigt und schon stehen Bürgermeister, Verwaltungsleute und Räte vor verschlossener Feuerwehr-Tür. Alle Schlüsselträger, die Gemeindechef Andreas Lysk einfielen, waren per Handy nicht erreichbar. Also schwang er sich hinters Lenkrad und fuhr los. Und siehe da, die Suche war von Erfolg gekrönt. Der Retter in der Not hieß "Egon".

Wenn nur ein kleines Wörtchen wie "mit" fehlt, kann das verheerende Folgen haben. Dienstag hieß es in der RUNDSCHAU: "Zu den Vereinen der Umgebung, die sich an der Hilfsaktion beteiligen, gehört Rot-Weiß Bad Muskau. Torwart Felix Woithe von der ersten Männerschaft überreicht Thomas Baum (Foto), dem zweiten Vereinsvorsitzenden, einen Scheck über 400 Euro." Böse Zungen würden nun behaupten, so schanzt man sich Geld zu. Doch die Guten haben natürlich sofort bemerkt, dass Felix Woithe mit Thomas Baum das Geld an den VfB Weißwasser überreichte. Es war ein toller Beitrag für die Spendensammlung zugunsten des krebskranken Nachwuchstorwartes Fabian (neun Jahre) und des Ronald McDonald Hauses in Cottbus.

Nun ist der Winter vorbei. Dass es in diesem Jahr ein milder Winter werden würde, wusste Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) dank eines Ameisenhaufens auf seinem Grundstück schon im Voraus. "Wenn die Ameisen einen flachen Berg bauen, wird der Winter mild", habe ihm einmal ein Biologe erklärt. "Wenn ein strenger Winter bevorsteht, bauen die Ameisen einen hohen Ameisenhügel", so Pötzsch bei der Stippvisite bei der Wohnungsbaugesellschaft Weißwasser.

Dass der Wasserturm in Weißwasser nunmehr in wechselnden Farben angestrahlt werden kann, eröffnet aus Sicht von Timo Schutza vom AJZ Garage ganz neue Möglichkeiten. Dabei denkt er an geplante weitere Partys in der benachbarten Schwimmhalle. Die Scheinwerfer, schwebt ihm vor, könnten im Takt der Discomusik ihre Lichter auf den Wasserturm werfen. Das wäre eine irre Lichtshow.

Im Hotel Kristall in Weißwasser ertönte zu Beginn der Pressekonferenz in Sachen neues Glasfaserkabelnetz immer noch Musik aus den Lautsprechern. Petra Sczesny von der Wohnungsbaugesellschaft Weißwasser fragte sich, ob musikalische Untermalung bei solchen Anlässen mittlerweile üblich ist und sie da eine Entwicklung verpasst habe. Dem ist aber offensichtlich nicht so. Denn Torsten Pötzsch, der das als medienerfahrener Oberbürgermeister wissen muss, drehte selbst prompt den Regler runter. Irgendwie ging es danach auch besser.