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| 01:04 Uhr

Geschichten aus dem Untergrund

Maulwurfshügel in Gablenz – Sie wissen schon, jetzt kommt wieder mein Lieblingsthema. Der kleine Störenfried hat sich auf unserem Grundstück zurückgemeldet, wie ich unlängst schrieb. Ingolf Tschätsch

Wie ich mich doch gefreut habe! Schade, dass niemand mein grimmiges Gesicht gesehen hat.
Bei seinem Auftauchen sprachen Zeitgenossen davon, dass das auf einen zeitigen und strengen Winter hindeutet. Bis jetzt ist davon nicht viel zu spüren, worüber ich mich überhaupt nicht ärgere. Dann schon eher über die Spuren, die mein unterirdisch lebender „Freund“ hinterlässt. Laut Internet sollen Maulwürfe in gleichbleibendem Rhythmus von drei bis vier Stunden ihre Arbeit verrichten. In der Zwischenzeit ruhen sie sich aus oder inspizieren die angelegten Gänge. Winterschlaf halten Maulwürfe nicht.
Na prima, da kann ich mich ja noch auf einiges gefasst machen! Jetzt habe ich übrigens eine neue Methode angewandt, damit der Bursche endlich „Adieu“ sagt, indem ich Knoblauchzehen in die Gänge gelegt habe.
Zwei Tage war kein neuer Hügel zu entdecken, aber gestern früh . . . Ich glaube fast, auf dem Grundstück wächst eher Knobloch, als dass ich meinen innig geliebten Freund los werde.