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Gericht verhängt Bewährungsstrafe

Das Einfamilienhaus ist seit dem Brand unbewohnbar.
Das Einfamilienhaus ist seit dem Brand unbewohnbar. FOTO: rw
Kringelsdorf/Görlitz. Ein 44-jähriger Kringelsdorfer ist vor dem Landgericht Görlitz zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung (drei Jahre) verurteilt worden. Das Gericht sah den Vorwurf des vorsätzlichen Bankrotts bestätigt. Regina Weiß

Nicht haltbar aus Sicht des Gerichts seien dagegen die Vorwürfe der schweren Sprengstoffexplosion sowie der schweren und besonders schweren Brandstiftung gewesen. Ausgangspunkt ist eine Tat vom 11. Dezember 2014. Der damals 42-jährige Mann war verzweifelt gewesen, weil mehrere Zwangsvollstreckungen - zuletzt die Zwangsversteigerung des Hauses in Kringelsdorf - gegen ihn eingeleitet worden waren.

Um sein Haus zu zerstören, hatte er dieses in Brand gesetzt und dafür Heizöl und Dieselkraftstoff dort und im Nebengebäude verteilt.

Allerdings konnte nicht geklärt werden, ob von den Propangasflaschen, die für den Herd genutzt wurden und von denen eine aufgedreht worden war, eine wirkliche Gefahr für die Feuerwehrleute ausgegangen sei. So sei nicht untersucht worden, ob die Flaschen voll waren. Eine einfache Brandstiftung sei deshalb schon nicht infrage gekommen, so Verteidiger Kay Rosenstengel, weil man dafür etwas Fremdes und nicht das eigene Haus anzünden müsse.

Nach der Tat - das Löschen des Feuers dauerte damals mehrere Stunden und beschäftigte Rettungskräfte aus mehreren Orten - hatte sich der Kringelsdorfer in medizinische Behandlung begeben. Die Sozialprognose sei gut, bestätigt Rosenstengel. Sein Mandant arbeite in Dresden und versuche in Ratenzahlungen, seine Schulden bei den Gläubigern abzubauen.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine Haftstrafe für dreieinhalb Jahre gefordert.

Das nun getroffene Urteil des Landgerichtes ist noch nicht rechtskräftig.