Vor der zweiten Großen Strafkammer des Landgerichts Görlitz müssen sich ein heute 30 Jahre alter Mann aus Schleife und eine 38-jährige Postzustellerin aus Weißkeißel verantworten. Insbesondere dem Angeklagten wird zur Last gelegt, zwischen 2015 bis 2018 in einer Vielzahl von Fällen insbesondere Waren bestellt, erhalten und nicht – wie von vornherein geplant – bezahlt zu haben. Die Palette der auf diese Weise erlangten Waren reiche von Möbeln über Pferdesattel bis zum Rasentraktor, so das Gericht. Auch soll er selber Gegenstände wie Mobiltelefone im Internet verkauft, den Kaufpreis erhalten und vorsätzlich die Ware nicht geliefert haben. An einigen Taten soll wiederum die Angeklagte beteiligt gewesen sein.
Brisanz hat die Verhandlung in Görlitz vor allem deshalb, weil der Vater des Angeklagten bereits vor dem Amtsgericht in Weißwasser zur Verantwortung gezogen wurde. Ob der Sohn in einige der Straftaten verwickelt war, könnte ebenfalls bei Gericht erörtert werden.
Die Kammer hat zehn weitere Fortsetzungstermine für die langwierige bestimmt. Los geht es am Dienstag, 15. September, 9.30 Uhr, am Landgericht in Görlitz.