Der Findlingspark wäre die vierte Info-Stelle dieser Art. Weitere sind bereits im Besucherzentrum der Waldeisenbahn Muskau in Weißwasser, im Informationspavillon am Schullandheim in Jerischke und im polnischen Trzebiel eingerichtet worden.

Seit einem Jahr wird an einem Projekt für den Vortragssaal im Findlingspark gearbeitet. Eine elf Meter lange Wand in diesem soll mit einem geologischen Schnitt - vom Findlingspark bis nach Skandinavien - versehen werden. Eine andere Wand wird künftig ein großes Landschaftsbild vom Geopark schmücken, das jetzt noch im Schullandheim Jerischke hängt und von Norbert Anspach 2003/2004 gezeichnet wurde, so Kupetz. Er sieht darin das allgemeine Erkennungsbild für den Geopark. Vitrinen zeigen die wichtigsten und schönsten Gesteine, die das Eis vor Tausenden von Jahren mitbrachte. Ein Steinmetz habe mit Kupetz bereits einen Berg solcher Steine durchgesehen und die geeignetsten ausgesucht. In den Wintermonaten 2012/2013 soll das Projekt in die Tat umgesetzt werden.

Doch damit nicht genug der werbewirksamen Ideen um den Geopark Muskauer Faltenbogen. Auch im Muskauer Schloss ist im Nord-West-Turm eine Ausstellung vorgesehen, die vom Förderverein gestaltet wird. Manfred Kupitz plant Satelitten-Fotos und "etwas" zum Anfassen - Windkanter in verschiedenen Größen. Gleichwohl erhalten die Besucher Informationen zum "Bad" im Namen von Bad Muskau, zu der Mineralquelle.

Janusz Beger vom polnischen Geopark-Förderverein - ihn gibt es seit 2004 mit jetzt 25 Migliedern - lädt auch in den Informationspunkt in Trzebiel ein, sich über Wanderungen im Geopark zu erkundigen.

Das Büro dort ist seit 1. April bis Ende Oktober jeweils dienstags bis sonntags geöffnet. Auch hier sind Gästeführer aktiv, einer davon spreche fließend Deutsch.

Vorverkauf für Geopark-Tage

Wie bereits am Montag in der RUNDSCHAU berichtet, kann der Geopark Muskauer Faltenbogen am Wochenende nach Christi Himmelfahrt auf vielfältige Weise erkundet werden. Geopark- und Gästeführer laden zu verschiedenen Exkursionen per Rad, zu Fuß oder per Bahn ein. Anlass sind die Geopark-Tage.

Auf dem Programm der Waldeisenbahn stehen neben fahrplanmäßigem Zugbetrieb vor allem Sonderfahrten mit der historischen Dampflok und den Nostalgiewagen auf der denkmalgeschützten Strecke zum Tontagebau Mühlrose.

Am Sonnabend, 19. Mai, erfolgt der Start um 10 Uhr. Die Tour samt Erläuterungen zur Streckenverlegung 2016 dauert etwa zweieinhalb Stunden und ist nicht geeignet für Fahrgäste mit Gehbehinderung. Um 13.30 Uhr wird eine Tour mit Bahn und Mannschaftsbus angeboten - erst auf der Tonbahn-Strecke und dann im Tagebau Nochten. Wer sich dafür entscheidet, ist zirka vier Stunden auf Achse.

Am Sonntag, 20. Mai, werden Touren um 10 und 14.30 Uhr angeboten. Die Teilnehmer erkunden erst mit der Bahn auf der historischen Tonbahn-Strecke das Areal und wandern dann unter Führung von Dr. Karl Preußner durch den Tiergarten. Auch hier sollten rund vier Stunden eingeplant werden.

Die Karten für die Sonderzüge sind begrenzt und sollten daher im Vorverkauf in der Tourismusinformation Weißwasser und in der Geschäftsstelle der Waldeisenbahn Muskau, Jahnstr. 53, Haus A in Weißwasser erworben werden. Erwachsene zahlen 12 Euro und Kinder (6 bis 14 Jahre) 8 Euro.

www.waldeisenbahn.de