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Gemeinsames Ringen um Fördermittel für den Kromlauer Park

Park und Gebäude brauchen Fördermittel, sollen sie auch für die Nachwelt erhalten werden.
Park und Gebäude brauchen Fördermittel, sollen sie auch für die Nachwelt erhalten werden. FOTO: Regina Weiß
Kromlau. Der Kromlauer Park mit seiner Rakotzbrücke ist einzigartig. Er ist so besonders, dass er in keine Schablone für ein Förderprogramm passt. Regina Weiß

Es müsste glatt ein eigenes erfunden werden, damit das Landeskulturdenkmal endlich unterstützt werden kann, hieß es beim diesjährigen Park- und Blütenfest. Drei Förderabsagen sind ein beredtes Beispiel dafür. Und doch ist derzeit die Hoffnung wieder sehr groß, dass endlich ein Weg gefunden sein könnte.

"Wir haben den Mut nicht verloren", so Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) bei seiner Rede während der Eröffnung des 53. Park- und Blütenfestes. Alle würden derzeit an einem Strang ziehen, um den einzigartigen Park für die Nachwelt zu erhalten. Das kann auch SPD-Bundestagsabgeordneter Thomas Jurk bestätigen. "Ich hätte gern schon etwas Schöneres verkündet, viele Leute arbeiten im Hintergrund an dem Thema", so Jurk. Und das geschehe parteiübergreifend gemeinsam mit CDU-Bundestagskollegen Michael Kretschmer. "Bund und Freistaat Sachsen befinden sich in enger Abstimmung zur Umsetzung des Projektes Kromlauer Park", erklärt Jurk. Derzeit werden zwei Fördermöglichkeiten geprüft. So gehe es um das Gesamtpaket Park im neuen Bund-Länder-Städtebauförderprogramm "Zukunft Stadtgrün". Außerdem gebe es Möglichkeiten über die Förderschiene ortsbildprägende Gebäude (ebenfalls Städtebauförderung) der Rakotzbrücke zu helfen. Hierfür würde der Bund 60 Prozent der Kosten übernehmen. Der "Rest" müsste vom Land, der Gemeinde oder Dritten kommen. Voraussetzung ist hier, dass Länder nicht verbrauchte Städtebaufördermittel an den Bund zurückgeben. Ob das so ist, weiß der Bund frühestens im September.

Am kommenden Freitag werden zu der Förderproblematik intensive Gespräche im Innenministerium geführt. Dietmar Noack hofft, beim 54. Fest sagen zu können, dass beispielsweise an der Rakotzbrücke gebaut wird.