Dass das Gemeindeamt Boxberg einen Fahrstuhl braucht, merkt man jeden Tag. So schätzt es Bürgermeister Achim Junker (CDU) ein. Immer wieder falle Bürgern, die zum Beispiel ins Meldeamt wollen, die Benutzung der Treppe schwer.

Da könnte ja nun auch jemand auf die Idee kommen, genau diesen Bereich in die ebenerdige Etage der Gemeindeverwaltung umziehen zu lassen. Allerdings schrillt im wahrsten Wortsinn sofort die Sirene, was die Sicherheit wichtiger Akten betrifft. In der Verwaltung in Boxberg geht man davon aus, weiter oben sind sie sicherer. Wobei Hauptamtsleiter Arian Leffs einschiebt, dass das Haus natürlich über eine Alarmanlage verfüge.

Kosten sind noch unklar

Mit dem Auftrag für den Planer PLF Projekt GmbH aus Schleife ist nun der erste Schritt für den Lift durch den Gemeinderat gemacht. Dieser Auftrag kostet schon rund 23 000 Euro. Das sei für einen zwei mal zwei Meter großen Kasten eine horrende Summe, gibt es Kritik aus dem Gemeinderat.

Bauamtsleiterin Cortina Kokles erklärt, dass der Aufzug einen Anbau an den Giebel des Gemeindehauses erfordert. Er soll vom Obergeschoss bis in den Keller fahren. Dort befindet sich das Archiv. Hinzu kommen diverse Umbauarbeiten von Heizungs- bis Elektroleitungen für die Zugänge auf den jeweiligen Etagen.

Was es genau kostet, werde nun der Planer ermitteln. Sein Entwurf ist zudem Grundlage für einen Fördermittelantrag, den die Kommune für den Bau stellen wird.