Am 19. März 2017 ist ein Wachhäuschen der ehemaligen Kommandantur des Truppenübungsplatzes südlich von Bärwalde in die Luft gesprengt worden.

Über zweieinhalb Jahre später sind die Schuttberge noch immer nicht beräumt. Stattdessen wird das ehemalige Wachhäuschen als illegale Mülldeponie genutzt. RUNDSCHAU-Recherchen zufolge wurden dort bereits Bauschutt, Autoreifen, Autoräder sowie Plastemüll abgeladen.

Gemeinde unternimmt nichts

Die Gemeinde Boxberg sieht indes keinen Handlungsbedarf. „Aus unserer Sicht geht vom Objekt aktuell keine akute Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung aus“, sagt Hauptamtsleiter Arian Leffs auf Nachfrage der RUNDSCHAU.

Gründe seien die abgeschiedene Lage rund zwei Kilometer südlich der Wohnbebauung von Bärwalde sowie der allgemeine Zustand des Geländes, der auf ein „Nicht-Betreten“ hinweise. Die Gemeinde stehe mit dem Eigentümer der Immobilie in unregelmäßigem Kontakt.

Schießplatz der Volksarmee ungenutzt

Zwischen Bärwalde und Lippen wurde in den 1980er-Jahren ein Panzerschießplatz der Nationalen Volksarmee gebaut. Aufgrund der politischen Wende war er aber nie in Betrieb gegangen. Das einstmals geplante Übungsgebiet befindet zu großen Teilen auf der Außenkippe Bärwalde.

Heute befindet sich das Gelände überwiegend in der höchsten Schutzzone des Biosphärenreservates Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft. Bereits vor rund zehn Jahren sind mehrere militärische Einrichtungen abgerissen worden. Die Kommandantur unweit der Ortsverbindung Bärwalde-Lippen fiel indes nicht darunter.