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Geiselnehmer aus Weißkeißel in Haft

Das Asylbewerberheim in Weißkeißel ist in der Nacht zum Mittwoch Tatort für ein Familiendrama geworden. Ein mann soll seinen Sohn als Geisel genommen haben.
Das Asylbewerberheim in Weißkeißel ist in der Nacht zum Mittwoch Tatort für ein Familiendrama geworden. Ein mann soll seinen Sohn als Geisel genommen haben. FOTO: Christian Köhler
Weißkeißel. Seit 40 Jahren ist das Dresdner Kabarett "Die Kaktusblüte" dort zu Hause, wo sich die große Politik und der alltägliche Schwachsinn treffen. Dabei kombinieren Friedemann Heinrich, Uwe Hänichen, Monika Breschke und Janka Scheudeck am Klavier ebenso lange politisch-satirisches Kabarett mit anspruchsvoller Unterhaltung. pm/rw

Im Falle einer Anklage und Verurteilung muss der Familienvater für die Geiselnahme mit einer Freiheitsstrafe zwischen fünf und 15 Jahren rechnen, teilt die Polizeidirektion Görlitz mit.

Der Mann hatte am Dienstag vor der Asylunterkunft zunächst sein Baby, dann seine 27 Jahre junge Frau und deren Sohn (8) in seine Gewalt gebracht. Dem Jungen hatte er nach Polizeiangaben gar ein Messer an dessen Kehle gehalten. Der alkoholisierte Libanese, der sich sehr aggressiv gezeigt hatte, verlangte wegen einer Erkrankung Medikamente. Als diese übergeben werden sollten, griffen Beamte des Sondereinsatzkommandos (SEK) zu und überwältigten den Mann.