Aufgrund der Nachweise des hochpathogenen aviären lnfluenza-A Virus (HPAIV) bei Wildvögeln im Landkreis Görlitz geht das Lebensmittelüberwachungs- und Veterinäramt von einem massiven Auftreten der Krankheit im regionalen Wildvogelbestand aus. Im Landkreis Görlitz wurden bisher fünf Fälle bei Wildvögeln nachgewiesen, am Freitag war noch von einem Fall die Rede. Daher wurde für das  Kreisgebiet nördlich der A  4 sowie den Berzdorfer See, den Olbersdorfer See und der Neiße einschließlich eines Gewässerrandstreifens von 500 Metern die Aufstallung von Geflügel angeordnet. Dazu zählen Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Wachteln, Enten und Gänse; Laufvögel sind vom  Aufstallungsgebot bisher ausgenommen.

Geflügelhalter müssen Bestand beim Veterinäramt melden

Das Geflügel ist in geschlossenen Ställen oder unter einer gegen Einträge von oben gesicherten dichten Abdeckung unterzubringen, die gleichzeitig auch seitlich gegen das Eindringen von Wildvögeln gesichert ist. Darüber hinaus weist das Veterinäramt nochmals auf die Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen und der gesetzlichen Verpflichtungen für Geflügelhalter hin. Die müssen Tierzahl, Tierart und Standort beim zuständigen Veterinäramt anzeigen, das betrifft auch Hobbyhalter. Sollten innerhalb von 24 Stunden mehr als drei Tiere oder mehr als zwei Prozent des Bestandes sterben,  muss der Tierhalter unverzüglich einen Tierarzt hinzuzuziehen.