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| 17:44 Uhr

Heimatgeschichte
Gedenkstein erinnert an Förster Keilholz

An der B 115 nördlich von Rietschen befindet sich der Keilholz-Gedenkstein.
An der B 115 nördlich von Rietschen befindet sich der Keilholz-Gedenkstein. FOTO: Richter-Zippack
Rietschen. An der B 115 nördlich von Rietschen befindet sich der Gedenkstein für Egbert Keilholz. Von Torsten Richter-Zippack

Wer auf der B 115 von Rietschen in Richtung Weißkeißel unterwegs ist, erblickt in einer lang gezogenen Linkskurve auf der rechten Seite einen hellen Stein mit goldener Schrift. „Egbert Keilholz 13.3.1958 - 18.7.1999“ ist auf ihm zu lesen. Im Zuge des Straßenausbau im Jahr 2016 wurde die Erinnerungsstätte wieder deutlich sichtbar. An dieser Stelle ist der Forstmann Egbert Keilholz vor fast zwei Jahrzehnten tödlich verunglückt. Keilholz, der im vergangenen März seien 60. Geburtstag gefeiert hätte, war zu DDR-Zeiten Mitarbeiter des Braunkohlenwerkes (BKW) Welzow und kam mit der Wende zur Lausitzer Braunkohlen AG (Laubag), erinnert sich der ehemalige Kippenförster und Keilhacks Vorgesetzter Dr. Karl Preußner. „Beim BKW Welzow war Egbert Keilholz als ausgebildeter Forstmann in der Vorfeldberäumung eingesetzt, insbesondere bei der Freimachung der Waldflächen“, sagt Preußner. „Sein Verdienst sind die Aufforstungen auf den Welzower Kippen, besonders am Buckwitzberg unweit der Straße Spremberg - Drebkau“, so Preußner weiter. Keilholz bewohnte damals das Forsthaus Proschim bei Welzow.

„Er galt als zuverlässig und sehr selbstständig, war aber kein einfacher Charakter. Durch eine gewisse Kompromisslosigkeit machte sich Keilholz nicht nur Freunde“, erzählt Karl Preußner. Eine enge Zusammenarbeit pflegte Egbert Keilholz zum damaligen Oberförster Reinhard Göpfert aus Weißwasser.

Am 18. Juli 1999 kam Keilholz bei einem Unfall aus der B 115 nördlich von Rietschen ums Leben. Laut dem Archiv der Feuerwehr Weißkeißel prallte an jedem späten Sonntagabend ein 22-Jähriger Pkw-Fahrer gegen einen entgegenkommenden Anhänger. Ein darauf befindliches Auto fiel daraufhin auf das Fahrzeug, in dem der damals 41-jährige Egbert Keilholz saß. Wer indes den Gedenkstein an der Unfallstelle aufgestellt hat, weiß Karl Preußner nicht hundertprozentig. Wahrscheinlich handele es sich um einen engen Familienangehörigen. Im Rietschener Raum gab es damals das Geschäft „Räder-Keilholz“.