hat seit dem vergangenen Mittwoch mit notariellem Vertrag einen Teil des ehemaligen Gefängnisses an der Bautzener Straße übernommen. Das teilt der Vorsitzende Dieter Dombrowski mit. Der Verein wolle dort eine Gedenk-, Bildungs- und Begegnungsstätte einrichten, die an das Tausendfache SED-Unrecht erinnere. Zugleich sollen insbesondere junge Menschen motiviert werden, sich gegen Menschenrechtsverletzungen in aller Welt zu engagieren, so Dombrowski. Ein aktuelles Gutachten der FU Berlin belege, dass das DDR-Gefängnis in Cottbus einen Sonderstatus besessen habe. Dombrowski: "Cottbus war die einzige Haftanstalt in der ehemaligen DDR, in der seit den 70er-Jahren regelmäßig über 80 Prozent der Gefangenen aus politischen Gründen inhaftiert waren. Das Gutachten weist über 10 000 politische Gefangene allein im Gefängnis Cottbus aus." jb