"Wir freuen uns über die neue Herausforderung und werden alles Notwendige tun, um unseren Gästen den Aufenthalt in der Oberlausitz so angenehm wie möglich zu gestalten", sagt Major René Pierschel, der Kommandant des Truppenübungsplatzes. "Die Schießausbildung der Armee aus Singapur ist mit Übungen unserer deutschen Kräfte vergleichbar", ergänzt Pierschel. Er hofft auf zahlreiche Begegnungen: "Dank unserer guten Beziehungen zu den Anrainergemeinden des Truppenübungsplatzes freue ich mich zudem, gemeinsam mit den Bürgern in der Region unsere Gäste erstmals bei uns willkommen heißen zu dürfen."

Schon im vergangenen Jahr waren einige Offiziere der singapurischen Armee hier vor Ort, um mit dem Personal vom TÜP die Ausbildung zu planen. Pierschel ist überzeugt: "Die Belastung der Anrainerorte durch die geplanten Schießvorhaben wird nicht höher sein, als bei vergleichbaren Vorhaben der Bundeswehr."

Die Kadetten der Panzer- und Panzergrenadiertruppe aus dem südostasiatischen Staat bringen 16 eigene Panzer mit, die bei der Rheinmetall AG "parken", sowie 15 Schützenpanzer, hatte der Kommandant bereits beim Neujahrsempfang Mitte Januar hingewiesen. Da hieß es, dass die Schützenpanzer in Haide stationiert bleiben, denn im Herbst sind die Ostasiaten erneut auf dem Truppenübungsplatz. Grundlage der Übung der singapurischen Streitkräfte ist ein Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Singapur, in dem die Ausbildung der Streitkräfte Singapurs in Deutschland geregelt ist. Darin ist verankert, dass sie in den kommenden fünf Jahren jeweils im Frühjahr und im Herbst in die Lausitz reisen und hier im Schießen ausgebildet werden.

Bisher nutzten diese den NATO-Truppenübungsplatz Bergen in der Lüneburger Heide.