Die Fachgruppe Gärten unter der Leitung von Michael Rohde, Gartendirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, hat in der Parkstadt ein Positionspapier verabschiedet, das sich mit dem Forschungsbedarf in historischen Gartenanlagen beschäftigt. Denn dies sei dringend erforderlich. "Gärten sind die einzigen Kunstwerke, die leben und vergehen", so Michael Rohde. Und der Klimawandel mache auch vor den historischen Anlagen nicht Halt. Deshalb soll interdisziplinär ein mehrjähriges Forschungsprogramm laufen, das von der Europäischen Union gefördert wird. "Der Klimawandel greift. Für Bad Muskau bedeutet das, sich verstärkt auf Überschwemmungen einzustellen", erklärt Rohde. Trockenperioden und durch die Klimaveränderung eingewanderte Schädlinge machen es den Altbäumen schwer. Zu erleben sei das bereits beim Absterben der Eschen und den Sorgen um Kastanien, die nicht nur durch die Motte, sondern auch durch Pilze bedroht seien.

Die Zeit wurde auch genutzt, um sich in der Muskauer Anlage umzuschauen. "Der Küchengarten mit dem Ananashaus ist einfach sehenswert, und was man hier im Badepark vorhat, klingt fantastisch", lobte Michael Rohde.

Im Rahmen der Tagung wurde Roland Puppe, Gartendirektor Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen, von seinen Kollegen verabschiedet. Von Cord Panning, Geschäftsführer der Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau, gab es eine Muskauer Ananas, vom Branitzer Parkleiter Claudius Wecke eine Pflanze "Branitzer Pyramidenfeuer".