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| 01:24 Uhr

Ganz im Zeichen der Kreisreform

OB Joachim Paulick während der Neujahrsansprache.
OB Joachim Paulick während der Neujahrsansprache. FOTO: Uwe Menschner
„Einer für alle, alle für einen.“ Unter dieses Motto stellte der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick seine Ansprache beim diesjährigen Neujahrsempfang am Freitagabend in der (noch) kreisfreien Stadt in der Landskronbrauerei. Von Uwe Menschner

Vor etwa 300 geladenen Gästen aus Görlitz, dem Niederschlesischen Oberlausitzkreis und dem Landkreis Löbau-Zittau sowie aus der polnischen Stadt Zgorzelec beschwor Paulick die Einigkeit innerhalb des künftigen Landkreises Görlitz. "Wir müssen stärker als bisher alle an einem Strang ziehen, um unsere Region auch nach außen besser zu vermarkten", betonte der Oberbürgermeister.
Die Neugliederung bedeute nicht den Verlust der regionalen Identität; "Fleiß und Bürgerstolz einen alle Bewohner des neuen Landkreises." Alle könnten aus der Neustrukturierung einen Gewinn ziehen, nämlich an Stärke und Image.
Die Verbindung der Stadt Görlitz zu ihren nördlichen und südlichen Nachbarn sei bereits in den vergangenen Jahren immer enger geworden, so Joachim Paulick. Als Beispiele nannte er das Bildungsnetzwerk PONTES, die Euroregion Neiße sowie das gemeinsame Lebensmittelüberwachungsamt.
Der Oberbürgermeister betonte, dass in den gemeinsamen Arbeitsgruppen der Stadt Görlitz, des NOL und des Landkreises Löbau-Zittau in allen wichtigen Punkten Übereinstimmung erzielt werden konnte.
Als "schmerzlich" bezeichnete er den Verlust der Kreisfreiheit für die Stadt Görlitz, zu dem es allerdings keine Alternative gebe. Umso wichtiger sei es, die Anschubfinanzierung zur Kreisreform in Höhe von zehn Millionen Euro möglichst effektiv einzusetzen und durch zusätzliche Fördermittel zu "potenzieren". Das Geld soll laut Paulick in die Erhöhung der Verwaltungseffizienz, in den Stadtumbau, in öffentliche Gebäude und Schulen sowie in die Vorbereitung der 3. Sächsischen Landesausstellung "Via Regia" fließen. Der Servicecharakter der Verwaltung solle erhöht, Görlitz in seiner Zentrumsfunktion gestärkt werden.
Den Sitz der künftigen Landkreisverwaltung wünscht sich der Oberbürgermeister auf der Berliner Straße in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes, da dieser Standort mit öffentlichen Verkehrsmitteln für die Bürger des gesamten künftigen Landkreises gut zu erreichen sei.
Zu den Gästen des Neujahrsempfanges zählte auch NOL-Landrat Bernd Lange, der sich allerdings schon nach einer knappen Stunde wieder verabschiedete. In den letzten Tagen hatte es zwischen ihm und dem Görlitzer OB Diskrepanzen hinsichtlich des Sitzes der zentralen Rettungsleitstelle für die Oberlausitz gegeben.
Lange hatte im Landrätekonvent für Hoyerswerda und damit gegen Görlitz gestimmt. Joachim Paulick sprach das Thema in seiner Rede nicht an.
Allerdings konnte man den Eindruck gewinnen, dass beide nicht unbedingt die Nähe zueinander suchten.
Der Görlitzer Oberbürgermeister Joachim Paulick beschwor in seiner Neujahrsansprache die Einigkeit innerhalb des künftigen Landkreises Görlitz.