Bernstadt begann etwas ausgeschlafener, versuchte, den Gästen das Spiel zu diktieren. Bis zum 2:3 gelang ihnen dies auch. Zu diesem Zeitpunkt sollte noch niemand ahnen, das dies die letzte Führung der Hausherren sein sollte. So recht absetzten konnte sich keine von beiden Mannschaften, was nicht zuletzt an beiden Torhütern lag. Bis zum 10:9 in der 25. Minute ging es Schlag auf Schlag. Mit 13:9 aus Rietschener Sicht ging es in die Kabinen.

Bernstadts Falko Böhmer eröffnete mit seinem Tor die zweite Halbzeit des Spiels. Rietschen ließ sich davon nicht beirren. Angefeuert von den zahlreichen Fans erhöhte das Team sukzessive das Tempo und damit den Vorsprung auf sechs Tore. Vor allem die beiden Außenspieler Markus Hänchen und Danilo Mrosk konnten in dieser Phase glänzen, egalisierten so auch die getroffenen Siebenmeter der Gastgeber. Einen leicht faden Beigeschmack boten jedoch die zunehmend verwirrend pfeifenden Offiziellen. Klare Strafen wurden nicht gegeben, im Gegenzug dafür Lappalien übertrieben hart bestraft. Rietschen war aber cleverer, konnte sich besser darauf einstellen und dies nicht nur einmal zum Vorteil nutzen. Spielentscheidend war dies jedoch nicht.

15 Minuten vor Schluss hatten sich die Gäste ein komfortables Acht-Tore-Polster zum 22:14 erarbeitet. Was nun folgte, erinnerte eher an Torwart-Training. Ganze sechs Siebenmeter-Strafen wurden in den folgenden fünf Minuten gegeben, jeweils drei pro Mannschaft. Nur zwei Torerfolge resultierten daraus. Bernstadt kostete dies aber wichtige Zeit. Auch wenn die Mannschaft couragiert und motiviert gekämpft hat, so musste sie sich spätestens jetzt eingestehen, dass hier nichts mehr zu holen war. Mit einem Endstand von 27:19 trat die Rietschener Auswahl die Heimreise an.

Rietschen: Sven Mertinatisch und Stefan Richter im Tor, Markus Hänchen (5/1), Richard Walter (2/2), Dominik Jastrzebski (6), Danilo Mrosk (4), Marcel Schander (4/1), Stephan Gröscho, Felix John (1), Felix Kelch (1), Steffen Hilke