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Gablenzer Waldwege nicht vergessen

Die aufgewühlten, zerfahrenen Waldwege in den Wäldern bei Gablenz werden wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand versetzt. In den nächsten Tagen, wenn das letzte Holz abtransportiert ist, werde damit begonnen, ließ Frank Hartig, Forstleiter des Freiherrn von Rotenhan, am Dienstag die RUNDSCHAU wissen. Von Ingolf Tschätsch

Hartig bekräftigte auf Nachfrage der Heimatzeitung, dass von Rotenhan - er hat bekanntlich in der Gemarkung Gablenz und Weißwasser insgesamt 410 Hektar Wald gekauft - sein gegenüber den Gablenzern gegebenes Versprechen halten werde.
Der Waldbesitzer hatte, wie die RUNDSCHAU berichtete, in einem Brief an Bürgermeister Lothar Karger im Februar u. a. geschrieben: „Aber es liegt natürlich in meinem Interesse, dass diese Schäden nach dem Abtransport der Hölzer wieder behoben werden. Dies wird, wie angekündigt, geschehen. Wenn Schäden an öffentlichen Wegen auftreten, so werde ich mich bemühen, diese so schnell wie möglich zu reparieren.“
Nach den Angaben von Frank Hartig müssten noch rund 1000 Festmeter Bruchholz durch den Orkan Kyrill aus den Wäldern abtransportiert werden. „Es hätte nichts gebracht, die Wege instand zu setzen, bevor noch nicht alles Holz raus ist. Ich habe jetzt mit einer Firma den Abtransport dieses letzten Postens vereinbart. Danach können wir uns ganz auf die Wegeinstandsetzung konzentrieren, was in den nächsten Tagen geschehen wird. Ein Bauunternehmen kommt am besten für solche Arbeiten in Frage, das über Radlader, Bagger etc. verfügt“ , so der Forstleiter. Wie er erläuterte, seien bis zu 40 Tonnen Gesamtgewicht bei einem Lkw zulässig, um zu verdeutlichen, dass bei einem verfrühten Technikeinsatz erneut hergerichtete Wege Schaden genommen hätten.
Die 1000 Festmeter Bruchholz, die jetzt noch abzufahren sind, würden sich laut Hartig nicht auf einen einzelnen Standort konzentrieren, sondern auf der gesamten Rotenhanschen Waldfläche zu finden sein. Für den Forstleiter ein weiteres Argument, warum nicht schon auf einer bestimmten Fläche mit der Reparatur von Wegen begonnen worden sei.
Im Gespräch mit der RUNDSCHAU informierte Frank Hartig auch darüber, dass Sebastian Freiherr von Rotenhan nicht nur Bäume fällen ließ, sondern auf diesen Arealen auch Wiederaufforstungen in Größenordnungen vorgenommen habe. „Wir haben 35 000 Douglasien angepflanzt. Das ist ein Baum, der gegen Hitze und Trockenheit besonders widerstandsfähig ist, besser noch als die Fichte. Deshalb meinen wir, dass die Douglasie sich den Veränderungen des Klimas, von denen die Fachleute sprechen, am besten anpassen kann“ , erläuterte der Forstleiter.