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Gablenzer Drachenfest ohne Wind

Anfangs hatten die Teilnehmer noch Hoffnung, dass ihre Drachen doch in die Höhe steigen werden. Aber leider blieb der Wind aus.Foto:
Anfangs hatten die Teilnehmer noch Hoffnung, dass ihre Drachen doch in die Höhe steigen werden. Aber leider blieb der Wind aus.Foto: FOTO: igt1
Gablenz. Es hätte wieder so schön werden können, das traditionelle Gablenzer Drachenfest zum Tag der deutschen Einheit auf Hansicks Wiese. Wer nicht mitspielte, war der Petrus, der zwar an die Sonne dachte, aber den Wind vergaß. Ingolf Tschätsch / igt1

Der veranstaltende Heimatverein hatte alles gut vorbereitet, Preise für die besten Starter sowie Bockwurst und Getränke mitgebracht. DJ Mario war mit seiner Anlage zur Stelle, und die Prohav Halbendorf hatte das Areal bestens präpariert. "Fast wie ein Golfplatz", meinte Hagen Kirschke anerkennend bei der Eröffnung.

Vom Verein standen er und seine Frau Heidi, Rudi Krahl und Achim Hoffmann-Gora bereit. Wer leider nicht mitspielte, war der Wettergott. Zwar hatte Petrus Sonne zur Erde hinunter geschickt, jedoch den Wind vergessen. So mussten die zahlreichen Muttis und Vatis mit ihren Spösslingen die betrübliche Nachricht entgegen nehmen, dass es wohl heute mit dem Drachensteigen nichts wird.

"Wir haben es vorher schon mal getestet, doch es ging nicht", so Hagen Kirschke. Doch er wollte den rund 50 Teilnehmern, die entweder mit selbst gebastelten oder gekauften Drachen erschienen waren, nicht gänzlich den Spaß an der Sache nehmen. So wurde eine Viertelstunde als Probeversuch angesetzt. Doch so schnell wie Erwachsene und Kinder mit ihren Fluggeräten an der Schnur auch über die Wiese liefen, damit diese auf Höhe kommen, es wollte einfach nicht klappen. Wenn einer mal eine Minute oben blieb, so war das schon Spitze. Schade gerade für diejenigen, die so lange an ihren Drachen gebastelt hatten - manche sogar einen Tag zuvor noch bis Mitternacht. Pech auch für Gäste aus Österreich, die über den Tag der deutschen Einheit zu Besuch in ihrer alten Heimat waren und das besondere Fluidum des Gablenzer Drachenfestes erleben wollten. So ging schließlich die Veranstaltung ohne Leistungsbewertung zu Ende. Als Trost konnte sich jedes Kind mit Drachen am Ende beim Heimatverein einen Preis abholen. Am Nachmittag feierte dann ganz Gablenz auf dem Bartelshof. Dazu war kein Wind erforderlich. Bei Einbruch der Dunkelheit endete dieser 3. Oktober mit einem großen Lampionumzug mit Musik und anschließendem Lagerfeuer.