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Projekt
Gablenz muss Bauprojekt nach hinten schieben

Gablenz. (rw) Gemeinderat Johannes Rackel ist bekannt dafür, dass er manches Kommunalpolitische auch auf die Schippe nimmt. So auch das Toilettenproblem im Kromlauer Schloss. Der Umbau der Sanitäreinrichtung lässt auf sich warten. Wohin also, wenn es schnell gehen muss? Ins mehr als 200 Meter entfernte Kavalierhaus? „Das kann bei Durchfall schon zu spät sein.“ Damit hat Rackel am Montag die Lacher auf seiner Seite. Obwohl ihm das Thema ernst ist. Im Schloss arbeiten drei Beschäftigte beim Tourismusbüro sowie die Revierförsterin. In der Julisitzung hatte der Rat das Bauvorhaben vergeben. Rund 34 000 Euro soll die Sanierung kosten. Nun soll sie nach Kenntnisstand von Rackel ins erste Quartal 2018 verschoben werden.

Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) bestätigt, dass sich der Baubeginn verschiebt und die Arbeiten im Schloss bis zur Saisoneröffnung 2018 abgeschlossen sein sollen. Er verspricht auch, eine Lösung für das Notdurft-Problem zu finden.

Hintergrund ist, dass die Baufirmen quasi nicht mehr als arbeiten können. Stück für Stück werde erledigt. „In anderen Orten finden sie schon gar keine Handwerker mehr“, weiß Noack um die Sorgen seiner Amtskollegen.

Und Gablenz hat noch andere Projekte in der Pipeline, die auf Erledigung warten. Johannes Rackel erinnert an die Ertüchtigung der abflusslosen Sammelgrube auf dem Bauhof und die Instandsetzung des Sanitärtraktes auf dem Campingplatz. Beides war 2017 im Haushalt eingeplant. „Dafür haben wir im nächsten Jahr kein Geld“, so der Finanzausschussvorsitzende. Und sicherlich auch keine Kraft, wenn 2018 die Arbeiten am ­Rakotzensemble beginnen sollen.