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| 15:04 Uhr

Gablenz
Gablenz hat jetzt ein neues, altes Schmuckstück

Bärbel Schuster und Diakonie-Vorsitzender Robert Dünnbier bei der offiziellen Grundsteinlegung der beiden Neubauten hinter dem sanierten Pfarrhaus.
Bärbel Schuster und Diakonie-Vorsitzender Robert Dünnbier bei der offiziellen Grundsteinlegung der beiden Neubauten hinter dem sanierten Pfarrhaus. FOTO: LR / Christian Köhler
Gablenz. Die Sanierung des Pfarrhauses ist fast abgeschlossen und der Grundstein für zwei neue Häuser gelegt. Von Christian Köhler

Wie bestellt hat am Freitagnachmittag sich der Herbst von seiner schönsten Seite in Gablenz gezeigt. Und das mit gutem Grund. Immerhin hat die Diakonie Martinshof aus Rothenburg zur Eröffnung des sanierten Pfarrhauses in der Gemeinde geladen. Und damit nicht genug: Auch der Grundstein für zwei neue Wohnhäuser haben der Vorstandsvorsitzende der Diakonie, Robert Dünnbier, und Martinshof-Entwicklungsmanagerin Bärbel Schuster gelegt.

„Was hier geschaffen wurde und wird, kann sich wirklich sehen lassen“, resümiert Robert Dünnbier. Die Diakonie investiert in das Gesamtprojekt „Pfarrhaus und Neubau zweier Wohnhäuser“ 1,7 Millionen Euro. Es werde bewusst in die Region investiert. Dabei setze der Martinshof auf regionale Firmen.

Im Jahr 2015 ist die Idee entstanden, in das 130 Jahre alte Pfarrhaus neben der Trinitatiskirche neues Leben einzuhauchen. Damals noch unter der Prämisse, in das Gebäude mehrere Mietswohnungen einzubauen. Allerdings hatten die Auflagen des Landesamtes für Denkmalpflege für erhebliche Preissteigerungen in der Umsetzung gesorgt, sodass sich die Verantwortlichen dafür entschieden haben, direkt neben das Pfarrhaus zwei neue Wohnhäuser mit jeweils fünf Wohnungen zu errichten. „Eine davon wird behindertengerecht auf etwa 50 Quadratmeter errichtet, während die anderen, barrierefreien Wohnungen 43 Quadratmeter Wohnfläche bieten“, erläutert die Projektverantwortliche Bärbel Schuster.  Genau für diese beiden Wohnhäuser hat sie gemeinsam mit dem Vorstand eine Schatulle in die frisch gegossenen Bodenplatten gelegt.

So sollen die künftigen Wohnhäuser in der Gablenzer Ortsmitte aussehen. Sie bieten insgesamt zehn neue Wohnungen auf einer Etage.
So sollen die künftigen Wohnhäuser in der Gablenzer Ortsmitte aussehen. Sie bieten insgesamt zehn neue Wohnungen auf einer Etage. FOTO: Pfarrhaus Gablenz

Im Pfarrhaus selbst entstehen ebenfalls zwei Wohnungen, wofür bereits Mieter aus Weißwasser vor dem Einzug stehen, wie Bärbel Schuster berichtet. In der unteren Etage ist dagegen ein Gemeinschaftsraum entstanden, der nicht nur den künftigen Bewohnern zur Verfügung steht, sondern auch von der evangelischen Kirchgemeinde mit genutzt wird. „Wir freuen uns sehr, dass das ehemalige Pfarrhaus nun in neuem Glanz erstrahlt“, ruft Pfarrerin Miriam Arndt während der Andacht den Gablenzern und den geladenen Unternehmen, die an der Sanierung beteiligt sind, zu. Hier, so die Pfarrerin weiter, entstehe ein neuer Treffpunkt für die Kirchgemeinde und für die Bewohner des Hauses und der angrenzenden Neubauten. Die sollen Ende des Jahres 2019 bezugsfertig sein, ein neuen Parkplatz vom Krauschwitzer Weg aus erhalten.

„Wir wollen, dass die künftigen Mieter selbst entscheiden können, ob sie Hilfe bei der Bewältigung ihres Alltages brauchen oder nicht“, erklärt Bärbel Schuster. Dass nämlich das Pfarrhaus rund um die Uhr von Pflegern besetzt ist, das liegt an der Sozialstation, die Anfang 2019 von Krauschwitz wieder ins Dachgeschoss des Pfarrhauses – wo sie sich einst befand – einzieht.  „Wir sind uns noch nicht ganz einig darüber, was in Krauschwitz im Ärztehaus passiert, aber das wird sich im Laufe des nächsten Jahres noch klären“, ist Bärbel Schuster zuversichtlich.

Und während schon die ersten Neugierigen sich im frisch sanierten Pfarrhaus umsehen, bläst der Krauschwitzer Posaunenchor noch einmal zum Abschluss der feierlichen Eröffnung des Gablenzer neuen, alten Schmuckstücks.