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| 16:55 Uhr

Wiederbelebung in Gablenz
Gablenz hat wieder einen Bäcker

 Claudia Hedel mit ihrem Bruder Timo Labsch und Tochter Clara nach der Vertragsunterzeichnung zusammen mit Bürgermeister Dietmar Noack (links) vor der Gablenzer Gemeindeverwaltung.
Claudia Hedel mit ihrem Bruder Timo Labsch und Tochter Clara nach der Vertragsunterzeichnung zusammen mit Bürgermeister Dietmar Noack (links) vor der Gablenzer Gemeindeverwaltung. FOTO: Ingolf Tschätsch
Gablenz. Das Familienunternehmen Labsch aus dem brandenburgischen Klein Kölzig will spätestens am 2. Juli die Filiale in der Gemeinde wieder eröffnen. Sie stand über vier Jahre leer. Von Ingolf Tschätsch

Die Nachricht dürfte bei vielen Einwohnern große Freude auslösen – Gablenz bekommt wieder einen Bäcker. Spätestens am 2. Juli wird in die seit über vier Jahren leerstehende frühere Backwaren-Filiale im Dorf der Duft von frischem Brot, Brötchen und Kuchen einziehen.

Der Familienbetrieb Labsch aus dem brandenburgischen Klein Kölzig hat sich entschieden, in Gablenz einzusteigen. Am Mittwoch wurde der entsprechende Vertrag im Beisein von Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) in der Gemeindeverwaltung unterzeichnet.

Der 44-jährige Timo Labsch und seine 49-jährige Schwester Claudia Hedel betreiben seit dem Tod ihres Vaters 2007 in Klein Kölzig die Bäckerei Labsch. Ein traditionsreiches Familienunternehmen, das es seit 1932 gibt. Die Geschwister führen es nun in dritter Generation erfolgreich weiter.

Mit der 19-jährigen Clara, der ältesten Tochter von Claudia Hedel, steht bereits Generation Nummer vier in den Startlöchern. 13 Mitarbeiter einschließlich eines Lehrlings sowie ein Kraftfahrer gehören zum Team. Nicht nur in Klein Kölzig ist Labsch ein Begriff, sondern auch in Spremberg, wo Bruder und Schwester eine zweite Bäckerei besitzen.

Wie es am Mittwoch hieß, sollen noch ein oder zwei Verkäuferinnen eingestellt werden. Timo Labsch und Claudia Hedel hatten im Vorfeld nach zusätzlichem Personal aus dem Ort für die Betreibung der Filiale gesucht. Es gab mehrere Bewerbungen. Die genauen Öffnungszeiten stehen allerdings noch nicht fest. Definitiv ist jedoch, dass die Kunden dienstags bis sonnabends bei Labsch einkaufen können.

„Was lange währt, wird endlich gut. Ich freue mich natürlich, dass wir wieder einen Bäcker in der Gemeinde haben und unsere Bürger jetzt dieses neue Versorgungsangebot nutzen können“, sagt Bürgermeister Dietmar Noack (CDU). Die Kommune hatte bei Bäckern im näheren Umfeld immer wieder mal nachgefragt. Am Ende ist das aber eine unternehmerische Entscheidung, auf die Gablenz selbst keinen Einfluss hat. „Ich kann nur hoffen und wünschen, dass die Gablenzer und Kromlauer das Angebot der Bäckerei Labsch auch annehmen“, erklärt Bürgermeister Dietmar Noack (CDU) unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung.

Übrigens: Dass Gablenz einen neuen Bäcker bekommen hat, ist einem Zufall geschuldet. „Wir bekamen von unserem Masseur Ronny aus Groß Kölzig den Tipp, dass in Ihrem Dorf dringend ein Bäcker gesucht wird“, erzählt Claudia Hedel der RUNDSCHAU.  Heilpraktiker Ronny Mixdorf hat einige Jahre in Gablenz in der Physiotherapie von Kerstin Schuster gearbeitet, bevor er in Weißwasser eine eigene Praxis eröffnete. Durch seine Vermittlerrolle kam schließlich der Kontakt nach Gablenz und zum Bürgermeister zustande.

Claudia Hedel freut sich jedenfalls auf die neuen Kunden aus Gablenz und Kromlau, wie sie sagt. „Nun sind wir gespannt und ehrlich gesagt - auch etwas aufgeregt -  wie wir hier bei Ihnen angenommen werden, wie Ihnen unsere Backwaren schmecken“, meint die Bäckermeisterin.

Bevor spätestens am 2. Juli wieder Leben in die Filiale einzieht, müssen sie und ihr Bruder dort noch einen großen Hausputz durchführen, die Technik überprüfen und kontrollieren, ob es mit Wasser und Strom klappt. Die Räumlichkeiten haben die neuen Betreiber bereits in Augenschein genommen und sie für gut befunden.

 Claudia Hedel mit ihrem Bruder Timo Labsch und Tochter Clara nach der Vertragsunterzeichnung zusammen mit Bürgermeister Dietmar Noack (links) vor der Gablenzer Gemeindeverwaltung.
Claudia Hedel mit ihrem Bruder Timo Labsch und Tochter Clara nach der Vertragsunterzeichnung zusammen mit Bürgermeister Dietmar Noack (links) vor der Gablenzer Gemeindeverwaltung. FOTO: Ingolf Tschätsch