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| 12:22 Uhr

Im Ehrenamt tätig
Herzblut-Thema Feuerwehr

 Alexander Dierks (2.v.r.) war wegen der Aktion "Herzblut für Sachsen" in Rohne zu Gast und ehrte die Aktiven der Kinderfeuerwehr Schleife. Mit dabei Tilmann Havenstein, Landtagskandidat der CDU (1.v.l.).
Alexander Dierks (2.v.r.) war wegen der Aktion "Herzblut für Sachsen" in Rohne zu Gast und ehrte die Aktiven der Kinderfeuerwehr Schleife. Mit dabei Tilmann Havenstein, Landtagskandidat der CDU (1.v.l.). FOTO: Regina Weiß
Rohne. Sächsische Union will Ehrenamt besonders würdigen. Ein Dankeschön gibt es für die Macher der Kinderfeuerwehr Schleife. Von Regina Weiß

Wenn das so schnell geht mit der Ausrüstung für die Feuerwehren, dann könnte Sachsen echt was lernen von der Kinderfeuerwehr Schleife. Ruck, zuck sind die Ausrüstungsgegenstände auf das weiße Papier gemalt. Ein dickes Feuerwehrschiff nimmt das ganze Blatt vom vierjährigen Albrecht ein. Natürlich darf das Blaulicht nicht fehlen. Ein Blatt daneben wächst bei Elena (5) eine Feuerwehrkirche. Außerdem gibt es noch zwei rot leuchtende Feuerwehrautos. So bei Luise (6). „Das ist ein Rüstwagen. Und der da oben, das bin ich“, erklärt der fünfjährige Augustin ganz selbstbewusst. Andere Kinder könnten mit einem solchen Begriff in ihrem Alter sicherlich nichts anfangen...

„Keiner ist zu klein, um Helfer zu sein“ – dieser Slogan steht seit September 2017 für die Kinderfeuerwehr Schleife. Nach knapp anderthalb Jahren kann sie schon eine tolle Bilanz vorlegen, wie sich am Samstag im Feuerwehrhaus Rohne zeigt.

Dorthin ist Alexander Dierks, Generalsekretär der CDU Sachsen, gekommen. An diesem Vormittag geht es um die Kampagne „Herzblut für Sachsen“, die das Ehrenamt würdigen soll. „Danke, dass Sie nicht zuerst fragen, was Sie dafür kriegen“, lobt Dierks. Die Rohner sind die erste Station von weiteren in Bad Muskau, Horka und Daubitz-Walddorf.

Kinderfeuerwehrwart Marco Jainsch hat eine kurze Präsentation vorbereitet, um zu zeigen, was die Feuerwehr der Knirpse schon alles erlebt hat und was die Kinder gelernt haben. Mit einem Kinderfest in Rohne hat alles angefangen. Gut ein Jahr später können aus den Reihen der Kidswehr zehn Mädchen und Jungen feierlich in die Reihen der Jugendwehr aufgenommen werden. Was mit 19 Mädchen und Jungen angefangen hat, hat sich zwischenzeitlich auf 33 Teilnehmer gesteigert. „Da hatten wir Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren bei uns. Das war wirklich eine Herausforderung“, deutet Marco Jainsch an. Manchmal sei es wirklich, wie einen Sack Flöhe hüten, nimmt er diesbezüglich einen Satz von Schleifes Bürgermeister Reinhard Bork auf. Klar, dass dieses Truppe nicht einer allein stemmen kann. Cornelia Tennissen und Melanie Müller stehen als pädagogische Fachkräfte bereit, um mitzumachen. Schließlich geht es darum, alles altersgerecht an die Kinder zu bringen. Thomas Kasper, stellvertretender Wehrleiter von Rohne, und Sebastian Kirschke, Notfallsanitäter, sind ebenfalls mit dabei. Gemeinsam haben sie den jetzt 20 Kindern schon viel beigebracht. Das fängt bei den Aufgaben der Feuerwehr an und hört bei erster Hilfe auf. Ganz „nebenbei“ lernen die Kinder auch schon, dass Pflichtgefühl und Verantwortung in der Feuerwehr groß geschrieben werden. Natürlich bleibt bei allem der Spaß nicht auf der Strecke. Da gibt es eben zu Ostern eine Hydrantensuche mit süßen Überraschungen oder im Sommer den Badedienst mit der Feuerwehrdusche.

Jeden zweiten Freitag treffen sich die Mädchen und Jungen aus fast allen Orten des Kirchspiels sowie aus Graustein zum „Dienst“ in der Feuerwehr Mulkwitz. So haben sie es auf rund 535 Stunden zusammen gebracht. Unterstützung gibt es dafür angefangen bei der Gemeinde bis hin zu den großen Feuerwehrleuten, aber auch privaten Spendern.

„Es ist wirklich toll, was in der ländlichen Heimat so alles geleistet wird“, lobt Dierks. Dass man hier schon die Jüngsten an den Feuerwehrdienst heranführe, sei in ganz besonderem Maße verdienstvoll. „1,5 Millionen Menschen engagieren sich im Freistaat ehrenamtlich“, berichtet der Generalsekretär. Was sie leisten, werde bereits als selbstverständlich angesehen. „Wir würden es merken, wenn alle ihre Arbeit einstellen“, so Dierks weiter.

Deshalb wolle man mit der Aktion das Bekenntnis zum Ehrenamt im Freistaat stärken. Und all jene vor den Vorhang holen, die im Großen wie im Kleinen ihr Herzblut für die Heimat geben.