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Fünf Vermisstenfälle für einen Abschlussjahrgang

Auch die Befragung von Zeugen gehört zu den Aufgaben. Cathrin Geißler, eine Bewohnerin des Martinshofes, erzählt von dem heftigen Streit mit ihrem Partner am Vorabend. Natürlich alles nur gespielt. Jedoch sollen die Bedingungen so real wie möglich sein.
Auch die Befragung von Zeugen gehört zu den Aufgaben. Cathrin Geißler, eine Bewohnerin des Martinshofes, erzählt von dem heftigen Streit mit ihrem Partner am Vorabend. Natürlich alles nur gespielt. Jedoch sollen die Bedingungen so real wie möglich sein. FOTO: Martinshof Rothenburg Diakoniewerk
Rothenburg. Die Absolventen des Abschlussjahrganges 2017 der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) unterziehen sich in dieser und in der nächsten Woche in Vorbereitung auf ihre Prüfungen einem Praxistest. Hier können sie zeigen, wie sie das erworbene Wissen unter realistischen Bedingungen umsetzen. red/br

Ganz unterschiedliche Szenarien rund um Vermisstenfälle werden dabei durchgespielt. Als Übungspartner steht das Martinshof Rothenburg Diakoniewerk zur Seite. Hier wurde beispielsweise eine Wohnung hergerichtet, die in der Übung als zentraler Ort für die Beweisaufnahme dient, Bewohner und Betreuer werden zu Schauspielern, die entweder in die Rolle des Vermissten oder des sich sorgenden Freundes oder Betreuers schlüpfen. Eine besondere Herausforderung stellt dabei der Umgang mit Menschen mit Handicap dar. Die mehr als 120 Studenten des Abschlussjahrganges sind in fünf Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe hat einen anderen Fall zu bearbeiten.

So geht es beispielweise um einen Menschen, der einen Unfall erlitten hat, oder auch um eine Person, die nach einem Streit davongelaufen ist. Erstkontakt, Hinweissuche, Befragungen, Fahndung, Einsatz von Spürhunden - all das gehört dazu, um die Fälle zu klären.

Unterstützung erhalten sie dabei von der Rettungshundestaffel Görlitz sowie der Diensthundestaffel der Bundespolizei.