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| 13:41 Uhr

Lausitzer Füchse
Lausitzer Füchse brillieren als Verkaufsduo

Das ist doch mal ein Erinnerungsfoto für Sonja Jäschke aus Weißwasser. Anders Eriksson(l.) und Jeff Hayes spielen gerne mit.
Das ist doch mal ein Erinnerungsfoto für Sonja Jäschke aus Weißwasser. Anders Eriksson(l.) und Jeff Hayes spielen gerne mit. FOTO: Steffen Bistrosch
Weißwasser. Hunderte Fans sind am Samstag in die Eisarena nach Weißwasser gekommen, um den Profis ganz nah zu sein. Von Steffen Bistrosch

Einen interessanten Samstagnachmittag haben die Lausitzer Füchse ihren treuen Fans auf der Homepage versprochen. Als besonderes Bonbon wurde der „Füchse Kalender 2019“ im Fanshop präsentiert. Dafür tauschen mit „Goldhelm“ und Zuschauerliebling Jeff Hayes sowie Mannschaftkapitän Anders Eriksson zwei Protagonisten des aktuellen Teams die Rollen mit dem Personal des Fanshops.

Am Eingangsbereich bildet sich pünktlich zu 13 Uhr eine lange Schlange, die während der darauffolgenden Stunde kaum kürzer werden sollte. Während sich die Fans ausgiebig über die Mannschaft ausgetauscht haben, haben die beiden Spieler kaum Zeit für ein Schwätzchen. Begehrtes Fanequipment wechselt im Sekundentakt den Besitzer, Autogramm- und Fotowünsche nehmen kein Ende. Geduld zahlt sich am Ende aus, stellen die beiden Freundinnen Regina Hofmann und Sonja Jäschke aus Weißwasser fest. Sie haben einen Kalender samt Unterschrift der beiden Spieler erstanden. „Meine Tochter hat eine Dauerkarte und kommt zu jedem Heimspiel extra aus Cottbus“, so Sonja Jäschke. Zu den Spielen gehen die beiden Damen seit Dynamozeiten. Fast jedes Spiel sehen Janine Walther aus Weißwasser und Marcel Geißler aus Hoyerswerda, entweder live oder per Sprade TV. Die beiden haben signierte Kalender, Schals und ein Trikot von Chris Owens ergattert und dazu ein Erinnerungsfoto. Dirk Rohrbach. Der Chef der Profiabteilung registriert die große Resonanz mit sichtlicher Zufriedenheit. Er meint, die Spieler fühlen sich in ihrer Leistung bestätigt, wenn sie ihre Fans treffen und die Fans freuen sich, den Stars nahe kommen zu können. Nach erfolgreichen Spielen wie etwa im bayrischen Bad Tölz lassen sich die Spieler keine Müdigkeit anmerken, selbst wenn sie erst gegen sieben Uhr in der Früh im Bett waren.

Gutgelaunt wechseln nach einer Stunde alle in den Fuchsbau. Auf dem Eis spielt der Nachwuchs gegen die Eisbären, im Fuchsbau ist das komplette Profiteam versammelt. Die sportliche Herausforderung lautet nun: Autogramme schreiben. Der „Neue“, Verteidiger Joel Keussen, wird sofort ins Team eingebunden. Am Ende können sich die Fans über mehrere tausend signierte Karten freuen. Viele von ihnen haben Utensilien dabei, die von den Stars veredelt werden. So wie der sechsjährige Alexander aus Hoyerswerda heute seinen echten Füchse Puck mitgebracht hat. Er freut sich riesig, als die letzten beiden fehlenden Unterschriften von Cedric Schiemenz und Charlie Jahnke gerade noch draufpassen. Der Puck ist bei einem Heimspiel über die Bande geflogen, dem Jungen vor die Füße. Seitdem ist das der Glücksbringer für den Kleinen, der in der Laufgruppe das Einmaleins des Eissports lernt. Die beiden Förderlizenzspieler Schiemenz und Jahnke müssen in Berlin nicht so viele Autogramme schreiben wie in Weißwasser. „Noch nicht“, fügen sie grinsend hinzu. Die beiden haben Spaß bei der Arbeit. Das merken auch Linda, Mareen und Aline. Sie sind so oft als möglich in der Eis Arena, Linda als Cheerleader sogar bei jedem Spiel. Ganz einig sind sich die drei nicht bei der Wahl ihres Lieblingsspielers: Für Linda ist es Clarke Breitkreuz, für Aline Jeff Hayes und Maximilian Franzreb, bei Mareen sind es gar alle Spieler.  Und wozu brauchen die jungen Frauen einen Füchse Kalender? „Der hängt daheim über dem Bett“, lacht Linda.

Die Freunde Timo, Philipp und Christian aus Weißwasser bezeichnen sich selbst stolz als richtige Füchse Fans. Bei jedem Heimspiel wollen sie dabei sein. Da geht schon mal das ganze Taschengeld flöten. Timo erzählt, seitdem er zwei Jahre alt ist, sei er Fan. Cotrainer Chris Straube steht bestens gelaunt im Fuchsbau. Dabei hat er nach der langen Fahrt aus Tölz heute Morgen schon das Training der Laufgruppe geleitet. Wenn es sportlich klappt, dann sei alles andere auch einfacher, meint Straube. Rajko kommt mit den beiden Söhnen Elias und Emilio aus Gaußig. Es ist sein erstes Fantreffen, aber sicher nicht das letzte, sagt er zufrieden. Die gute Stunde Fahrzeit nimmt er heute gern in Kauf.